10:01 18 Januar 2020
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    Die Sozialistische Arbeiterpartei PSOE von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sich Prognosen zufolge einen deutlichen Vorsprung bei der Neuwahl im spanischen Parlament gesichert und somit gewonnen.

    Wie die Zahlen des Fernsehsenders RTVE nahelegen, verpasste die PSOE allerdings mit rund 27,3 Prozent der Stimmen (1,4 Punkte weniger als zuletzt) erneut die absolute Mehrheit. Damit steht die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone vor einer Fortsetzung der politischen Blockade.

    Im Unterhaus des spanischen Parlamentes soll sich aber künftig nach Prognosen nur wenig ändern. Die konservative Volkspartei PP konnte demnach ihre Positionen gegenüber der Abstimmung Ende April verbessern. Mit rund 20,1 Prozent bleibt sie jedoch nur zweitstärkste Fraktion hinter den Sozialisten. Schon vor der Wahl hatten die Spitzenkandidaten eine große Koalition der beiden Traditionsparteien PSOE und Partido Popular ausgeschlossen.

    Die Rechtspopulisten von Vox schafften es vom fünften auf den dritten Platz. Die Partei war erstmals im April ins Nationalparlament eingezogen. Der Vox folgt das Linksbündnis Unidas Podemos (UP) mit 30 bis 34 Sitzen und verliert massiv im Vergleich zum April.

    Der Hauptgrund für die Probleme bei Regierungsbildungen in Spanien ist die zunehmende Zersplitterung der Parteienlandschaft. Früher herrschte faktisch ein Zweiparteiensystem, es waren entweder die Sozialisten oder die konservative Volkspartei PP an der Macht.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Pedro Sanchez, Sozialisten, Parlamentswahl, Spanien