03:28 06 August 2020
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    Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ ihren Führungsanspruch bekräftigt und interne Gegner dazu aufgefordert, die offene Auseinandersetzung auf dem bevorstehenden Parteitag zu suchen.

    „Das ist auf jeden Fall die bessere Gelegenheit, als im Hintergrund das Ein oder Andere zu schüren“, so Kramp-Karrenbauer.

    Offene Auseinandersetzung

    „Deswegen bin ich immer dafür, dass Dinge, die in der Partei diskutiert werden, auch offen diskutiert werden.“

    Dabei geht es vor allem um das Verfahren der Kanzlerkandidatenkür und die entsprechende Person. Der Parteitag der CDU soll in zwei Wochen stattfinden. Die Junge Union fordert eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur per Mitgliederentscheid, was als Affront gegen Kramp-Karrenbauer verstanden wurde. Der frühere Fraktionschef Friedrich Merz hatte wiederum gesagt, die Frage, ob er selbst kandidieren wolle, stehe nicht an – aber: „Ich fühle mich ermutigt.“

    Es geht nicht um einen Befreiungsschlag

    Kramp-Karrenbauer will dabei den Parteitagsverlauf nicht als Vorentscheidung über ihre Rolle verstanden wissen. Dazu sagte die Politikerin: „Es geht nicht um einen Befreiungsschlag.“ Laut ihren Aussagen handelt es sich darum, das Profil der CDU zu schärfen und die Wahlchancen zu erhöhen.

    „Wenn Friedrich Merz und wer auch immer sich in der Aussprache dazu äußert, seinen Beitrag zu dieser programmatischen Schärfung zu bringen, dann ist das für die Partei gut“, erläuterte sie.

    Darüber hinaus verwies die CDU-Vorsitzende auf den bisherigen Plan der Partei, über die Kanzlerkandidatur erst auf einem weiteren Parteitag 2020 zu entscheiden.

    „Ich treibe als CDU-Vorsitzende aus der Führungsposition heraus den Prozess nach vorne.“

    ak/sb/dpa

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    Friedrich Merz, Gegner, Parteitag, CDU, Anne Will, ARD, Annegret Kramp-Karrenbauer, Deutschland