23:42 24 Oktober 2020
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    Die Türkei wird laut Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die festgenommenen Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“* auch weiter in ihre Heimatländer ausweisen – ungeachtet dessen, ob sie dort tatsächlich aufgenommen werden sollen.

    „Uns geht es nichts an, wer dort an der Grenze geblieben ist, welches Land seine Kämpfer aufgenommen oder nicht aufgenommen hat. Wir werden sie auch weiter fortschicken“, sagte Erdogan vor Journalisten in Ankara.

    Zuvor hatte der türkische Innenminister, Süleyman Soylu, angekündigt, Ankara werde IS-Kämpfer ab 11. November in ihre Herkunftsländer abschieben. Das erste IS-Mitglied US-amerikanischer Herkunft, das nach Griechenland ausgewiesen wurde, wurde von den griechischen Behörden abgelehnt. Zurzeit soll sich der Extremist im Niemandsland zwischen den Checkpoints der beiden Länder aufhalten.

    Ankara weist sieben deutschstämmige IS-Mitglieder aus

    Am  Montag hatte der Sprecher des türkischen Innenministeriums, Ismail Catakli, mitgeteilt, die Türkei wolle schon diese Woche sieben deutschstämmige Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat” (IS) abschieben.

    Zuvor hatte Erdogan bekanntgegeben, die Anzahl der Anhänger des IS, die sich in türkischen Gefängnissen aufhalten  würden, betrage  1149. Davon seien 737 ausländische Staatsbürger, die  unter anderem aus Großbritannien, Frankreich,  Deutschland, den USA und Russland stammen.  

    * Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten. 

    asch/ae

     

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    Tags:
    Ausländer, Abschiebung, Terrormiliz Daesh, Islamischer Staat, Islamischer Staat, Recep Tayyip Erdogan, Türkei