08:55 10 Dezember 2019
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    Ein Protestierender mit der Flagge von Chile

    Unruhen in Chile: Präsident schlägt Drei-Punkte-Plan vor

    © REUTERS / JORGE SILVA
    Politik
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    Die gewaltsamen Anti-Regierungsproteste in Chile wollen nicht abflauen. Um die seit Wochen andauernden Unruhen aus der Welt zu schaffen, zeigt sich Präsident Sebastián Piñera bereit, den Protestierenden entgegenzukommen, und legt einen Plan vor.

    In einer Ansprache an das Volk schlug Piñera vor, drei Abkommen zu schließen, die unter anderem soziale Reformen und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung beinhalten und damit auf die Forderungen der Demonstranten eingehen sollen.

    „Das erste Abkommen ist ein Abkommen über Frieden, in dem Gewalt vorbehaltlos verurteilt werden muss“, erklärte Piñera.

    „Das zweite Abkommen ist ein Abkommen über Gerechtigkeit, um eine starke soziale Agenda zu starten.“ Im dritten Abkommen gehe es um eine neue Verfassung, bei deren Ausarbeitung die Meinung der Bürger entscheidend sein müsse.

    Chile wird seit Wochen von Massenprotesten erschüttert, die oft in Gewaltausbrüche und schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften münden. Auslöser der Proteste war eine Erhöhung der U-Bahn-Ticketpreise. Obwohl die Preiserhöhung zurückgenommen wurde, ebbten die Proteste nicht ab.

    Auch der Ausnahmezustand und Ausgangssperren, die vorübergehend verhängt wurden, zeigten kaum Wirkung. Die Demonstranten forderten soziale Reformen und ein neues Grundgesetz.

    Am gestrigen Dienstag plünderten Radikale in der Hauptstadt Santiago ein Hotel und setzten ein Restaurant sowie weitere Einrichtungen in Brand. Darüber hinaus wurde die Residenz des argentinischen Botschafters angegriffen.

    leo/ae

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    Tags:
    Verfassung, Proteste, Gewalt, Chile