07:45 06 Dezember 2019
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    US-Soldaten in Syrien (Archiv)

    US-Streitkräfte besetzen mehrere Ölfelder in Syrien – Medien

    © Foto : U.S. Army / Staff Sgt. Timothy R. Koster
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    Das US-Militär ist über einen illegalen Kontrollpunkt an der iranischen Grenze in Syrien eingetroffen und hat im Gebiet der Ölfelder im Nordosten des Landes Halt gemacht. Dies berichtet der staatliche Fernsehsender Al-Ikhbariya.

    Der Konvoi bestehe aus 22 Armeefahrzeugen und zwei Lastwagen, die sich unter Jagdschutz bewegten.

    Bemerkenswert ist, dass rund 90 Prozent der syrischen Ölförderung sich auf dem östlichen Ufer des Euphrat konzentriert.

    Situation in Syrien

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert nun seit über acht Jahren an. Die Situation spitzte sich Anfang Oktober erneut zu, nachdem die Türkei den Beginn der Operation „Friedensquelle“ gegen die syrischen Kurdenmilizen verkündet hatte. 

    US-Truppen-Abzug aus Syrien

    Am 7. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump angeordnet, rund 1000 US-Militärs aus dem Nordosten Syriens abzuziehen. Etwa 200 bis 300 Soldaten sollen dennoch in dem Militärstützpunkt At-Tanf verblieben sein.

    Trump zufolge ist es das Ziel der USA, „Öl vor den IS*-Kämpfern zu schützen , da die Ölförderung in diesem Gebiet früher ihre Haupteinnahmequelle war. Der amerikanische Staatschef bemerkte, dass „es vielleicht an der Zeit ist, dass die Kurden in diese Ölregion ziehen“, weil „sie Geld brauchen“.

    US-Streitkräfte bleiben teilweise in Syrien

    Der Pentagon-Chef bestätigte am 25. Oktober, dass Washington Truppen nach Nordost-Syrien schicken würde, um den Schutz der dortigen Ölfelder vor Extremisten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (Daesh; auch IS) * zu sichern. Diese Entscheidung macht den vorherigen Beschluss der USA von Anfang Oktober teilweise rückgängig, ihre Streitkräfte aus der Region abzuziehen.

    Russlands Verteidigungsministerium nimmt Stellung

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministers, Igor Konaschenkow, verurteilte das Vorgehen der USA in Bezug auf die syrischen Ölfelder als „internationales staatliches Banditentum“.

    Am 26. Oktober hatte die Behörde Satellitenbilder veröffentlicht, die eine Fortsetzung der rechtswidrigen Ölgewinnung durch die USA in Syrien zeigen sollen. Dem Ministerium zufolge weisen die vom Weltraumgeheimdienst vorgelegten Bilder darauf hin, dass das „unter dem zuverlässigen Schutz der US-Truppen“ befindliche Öl in Syrien von ihnen gewonnen und zur Verarbeitung aus Syrien abtransportiert worden sei. Dies sei sowohl vor als auch nach der Niederlage der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in dieser Region erfolgt.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    sm/gs

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    Tags:
    Ölfelder, Syrien, US-Militär