03:11 26 Februar 2020
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    Im Pariser Friedensforum hat der französische Präsident nach der scharfen Kritik an seinen Äußerungen zum „Hirntod“ der Nato nachgelegt. Er warf den Kritikern am Dienstag „Zimperlichkeit und Scheinheiligkeit“ vor.

    Während seiner Eröffnungsrede am Dienstag beim Pariser Friedensforum vor Staats-und Regierungschefs aus rund 30 Ländern, äußerte Macron, er habe womöglich einige mit seinen Äußerungen über die Nato „vor den Kopf gestoßen“.

    „Wir brauchen die Wahrheit. Zimperlichkeit und Scheinheiligkeit funktionieren nicht“, zitierte die französische Zeitung „Le Monde“ Macron.

    Und damit war der Kritik Macrons noch nicht genug: Während seiner Rede bescheinigte er laut der französischen Zeitung „L’Obs“ dem internationalen System insgesamt eine „beispiellose Krise“. Nötig seien deshalb neue Formen der Zusammenarbeit.

    „Hirntod der Nato“

    Einige Wochen vor dem jüngsten Nato-Gipfel hatte Emmanuel Macron die Nato-Allianz heftig kritisiert und deren „Hirntod“ bescheinigt. Im Interview mit der britischen Zeitung „The Economist“ am 7. November sagte er, dass einer der Kritikpunkte fehlende Absprachen seien.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte daraufhin die Aussagen des französischen Präsidenten. Sie warf Macron „drastische Worte“ und einen unnötigen „Rundumschlag“ vor. Der polnische Premier Mateusz Morawiecki stufte im Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“ Macrons Bedenken, ob die Nato-Mitglieder mit gegenseitigem Schutz rechnen könnten, als gefährlich ein.

    Das Pariser Friedensforum findet in Paris vom 11. bis 13. November statt. Bei dem Forum werden verschiedene Themen, wie zum Beispiel der Multilateralismus und der „Klimaschutz“, behandelt.

    dg/gs

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    Tags:
    Frankreich, NATO, Emmanuel Macron