15:48 20 Oktober 2020
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    Russland erkennt Jeanine Añez als Interimspräsidentin von Bolivien an. Das Außenministerium in Moskau hat jedoch seine Besorgnis über die fehlende Parlamentsmehrheit bei der Abstimmung über die Kandidatur der zweiten Vizepräsidentin des Senats geäußert.

    Russland erkennt Jeanine Añez als Interimspräsidentin von Bolivien an. Das Außenministerium in Moskau hat jedoch seine Besorgnis über die fehlende Parlamentsmehrheit bei der Abstimmung über die Kandidatur der zweiten Vizepräsidentin des Senats geäußert.

    Die Ereignisse in Bolivien, nach denen es zum Machtwechsel kam, gleichen aus der Sicht des Kremls einem Staatsstreich.

    „Alles, was dem Machtwechsel vorausgegangen war, sehen wir als Handlungen an, die einem Staatsstreich ähneln“, sagte der russische Vizeaußenminister, Sergej Rjabkow, am Donnerstag.

    Es sei klar, dass gerade Añez als Boliviens Staatschefin wahrgenommen werde, bis der neue Präsident gewählt werde. „Das ist eine innere Angelegenheit der bolivianischen Seite“, betonte Rjabkow.

    Rücktritt von Morales 

    Nach massiven Protesten und unter dem Druck des Militärs hatte Präsident Evo Morales am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. Nun befindet er sich im Exil in Mexiko. Gemeinsam mit dem Präsidenten hatte auch der bolivianische Vizepräsident, Alvaro Garcia Linera, sein Amt niedergelegt. Linera bezeichnete die Situation als Staatsstreich. Die zweite Vizepräsidentin des Senats, Jeanine Añez, erklärte sich zur Interimspräsidentin und will nun Neuwahlen organisieren.

    Früheren Medienberichten zufolge kam zu dem Staatsstreich in Bolivien kurz nach dem Scheitern des großen Lithium-Deals mit dem in Baden-Württemberg beheimateten Unternehmen ACISA. Dank dem Deal sollte Deutschland Zugriff auf die weltweit größten Lithium-Reserven bekommen.

    om/gs

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    Tags:
    Russland, Jeanine Anez, Machtwechsel, Bolivien