06:25 11 Dezember 2019
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    Baschar al-Assad (Archivbild)

    Wann endet Krieg in Syrien? Assad spricht über Terroristen, seine Gewohnheiten und Erdölraub

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    Wann wird der Krieg in Syrien zu Ende gehen? Dazu sowie zu anderen Fragen hat sich der syrische Staatschef Baschar al-Assad in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti und dem TV-Sender „Rossiya 24“ geäußert.

    Der Krieg in Syrien wird Assad zufolge nicht nach der Erarbeitung einer neuen Verfassung des Landes enden, sondern…

    Wann?

    „Es gibt den Versuch, sich vorzustellen, dass die Regelung des Konflikts von der Arbeit des Verfassungskomitees abhängt. Der Krieg in Syrien hat nicht wegen Diskrepanzen um die Verfassung begonnen. Der Krieg in Syrien fing an, weil Terroristen Militärs, Polizisten und Zivilisten töteten und weil sie die Infrastruktur zerstörten. Daher wird der Krieg erst dann enden, wenn wir den Terrorismus bekämpft haben“, so der syrische Staatschef.

    „Wir meinen, dass es notwendig ist, von Zeit zu Zeit die Verfassung wie jedes andere Dokument zu analysieren und Änderungen gemäß den neuen Realien in Syrien vorzunehmen. Das ist keine Heilige Schrift, damit haben wir keine Probleme, deswegen sind wir diesen Weg gegangen“, erläuterte er weiter.

    Keine Verteilung Syriens

    „Weder die Staatsmacht, noch das Volk werden heute oder morgen mit jeglichen separatistischen Vorschlägen einverstanden sein“, erklärte Assad. Laut seinen Worten sagen Kurden-Gruppen, die zum Separatismus aufrufen und US-Unterstützung erhalten würden, dass sich die Situation nach dem Krieg verändert habe.

    „Natürlich hat sich die Situation geändert, das ist normal. Jeder Krieg ändert viel in der Gesellschaft. Aber der Krieg ist kein Anlass für die Verteilung des Landes und gibt kein Recht auf Separatismus, Vernichtung der Verfassung und Schwächung des Staates. Der Krieg muss unser Heimatland stärker und nicht schwächer machen. Wir stimmen der Verteilung unter jeglichen Bedingungen kategorisch nicht zu“, versicherte Assad.

    Terroristen ändern seine Gewohnheiten nicht

    Mit Hinblick auf die Terroristen äußerte sich Syriens Präsident wie folgt:

    „Eines der Ziele der Terroristen und jener, die sie unterstützten, war der unterschiedliche psychologische Druck und die Schaffung einer Atmosphäre der Angst in Syrien. Wenn ein Beamter Angst bekommt, beginnen dann auch die Bürger sich zu fürchten.“

    Dazu sagte der Staatschef, dass die Terroristen seine Gewohnheiten nicht hätten beeinflussen können und keine zusätzlichen Bewachungsmaßnahmen seit der Vorkriegszeit ergriffen worden seien.

    „Ich verlasse mich auf mich selbst, ich bin immer ein Auto gefahren, ich habe nichts verändert und vorgezogen, Gewohnheiten auch in diesem Amt beizubehalten und nicht, Merkmale von diesem Posten zu erwerben. Das ist mein Prinzip vor dem Krieg. Dieses hat sich weder vor dem Krieg noch während der Militärhandlungen geändert und wird sich danach nicht ändern. Weder Terrorismus noch was anderes werden meine Gewohnheiten und meine Verbindung zu dem Volk ändern“, sagte Assad. Man solle den Menschen so nah es geht sein und sich nicht von ihnen isolieren.

    Erdölraub in Syrien

    Ferner teilte der syrische Präsident Assad mit, dass Syrien bei den Vereinten Nationen Fragen zum Diebstahl syrischen Erdöls stellen und von den USA eine Entschädigung fordern werde. Dabei bezeichnete er die Uno als „Halbstaat, der von Banditengruppen verwaltet wird, die vom Gewaltprinzip ausgehen“.

    „Natürlich (…) wissen ich, ihr und viele in der Welt, dass die Uno nicht existiert, weil das internationale Recht nicht existiert (…) Wir leben derzeit in einer Welt, die einem Wald ähnelt und der vor dem Zweiten Weltkrieg und nicht der danach nah ist. Aus diesem Grund adressieren wir Beschwerden, aber diese bleiben in den Regalen liegen“, fügte er hinzu.

    ak/ae/sna

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    Tags:
    Volk, Erdöl, USA, Uno, Terroristen, Gewohnheit, Krieg, Baschar al-Assad, Syrien