06:47 06 Dezember 2019
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    US-Experte: Russland und China sind nicht die größten Cyberbedrohungen

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    Politik
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    Aus Sicht der US-Experten gehen von Russland und China keine großen Cyberbedrohungen aus, berichtet die Webseite Fifth Domain.

    Die Experten glauben, man konzentriere sich heutzutage zu viel auf die Großmächte. Insbesondere sei dies in der Nationalen Verteidigungsstrategie der USA 2018 zu sehen: Der Fokus sei von Anti-Terror-Operationen (wie in Afghanistan) auf Bedrohungen aus Russland und China verschoben worden. 

    „Ich denke, die Cyberaktivität, die wir derzeit sehen, geht von kleineren oder mittleren Mächten aus: von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, den Philippinen, Vietnam“, sagte Brandon Valeriano, Vorsitzender der Abteilung für bewaffnete Konflikte an der US-Marine Corps Universität und Mitglied der US-amerikanischen Cyberspace Solarium Kommission, während der Konferenz „CyberCon 2019“, die am 12. November stattfand.

    Valeriano zufolge sind dies die Länder, wo die Evolution der Cyberkonflikte wirklich stattfindet. Dies soll ein Weg für kleinere und weniger mächtige Gruppen gewesen sein, ihre nationalen Interessen zu verwirklichen, ohne größere Verteidigungsinvestitionen zu tätigen.

    Das Ziel vieler dieser Operationen ist es laut dem Vizepräsidenten für Gefahrenerkennung aus dem Cyber-Unternehmen „Dragos“, Sergio Caltagirone, den Einfluss anderer Akteure in der Region zu verringern, die Ölpreise oder -märkte zu manipulieren oder ein Signal über ihre Absicht zu senden.

    Valeriano erklärte seinerseits, dass ein Krieg mit einem Land wie Russland und China nicht am Horizont zu sein scheine. Wahrscheinlicher sei jedoch ein Ereignis, das in Syrien oder am Persischen Golf eskaliert. Darum solle man sich heute Sorgen machen.

    aa/mt

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    Tags:
    Bedrohung, Cyberangriff, China, Russland, Experte, USA