19:45 14 Dezember 2019
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    US-verteidigungminister Mark Esper und der südkoreanische Verteidigungsminister Jeong Kyeong-doo

    „Vigilant ACE“: USA und Südkorea kündigen Verschiebung von Manöver an – Agentur

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    US-Verteidigungsminister Mark Esper und sein südkoreanischer Amtskollege Jeong Kyeong-doo haben am Sonntag in Bangkok (Thailand) angekündigt, die gemeinsame jährliche Luftwaffenübung verschieben zu wollen, die Nordkorea als provokant kritisiert hat. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) am Sonntag.

    Demnach betrachtet Esper die Verschiebung der Übung nicht als Zugeständnis an Nordkorea. „Wir haben diese Entscheidung aus gutem Willen getroffen, um zu einem Umfeld beizutragen, das der Diplomatie und dem Fortschritt des Friedens förderlich ist“, zitiert AP den US-Verteidigungsminister.

    Der südkoreanische Verteidigungsminister Jeong Kyeong-doo sagte, die Übung sei in Erwartung weiterer Konsultationen zwischen Seoul und Washington verschoben worden. Es sei kein neuer Termin festgelegt worden.

    „Ich sehe dies als eine gute Absicht der Vereinigten Staaten und der Republik Korea, Frieden zu ermöglichen, (…) ein politisches Abkommen, wenn man so will, eine Abmachung zu unterstützen, die zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel führt“, so Esper weiter.

    Seoul und Washington würden Nordkorea ermutigen, ähnliches Wohlwollen zu zeigen.

    Mehrere Manöver bereits eingestellt

    2018 hatten Seoul und Washington vor dem Hintergrund der diplomatischen Zusammenarbeit mit Nordkorea mehrere Übungen eingestellt. Damit wollten sie vermeiden, Pjöngjang mit den Manövern zu provozieren, die von ihm als Probe für einen Invasionskrieg verurteilt werden. Auch die großangelegte Militärübung „Vigilant ACE“ wurde im Oktober 2018 ausgesetzt.

    Nach dem ersten USA-Nordkorea-Gipfel von Juni 2018 gab US-Präsident Donald Trump seine Absicht bekannt, die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas abzusagen, die er als kostspielig und vor dem Hintergrund des Dialogs mit Pjöngjang unangemessen bezeichnete.

    Der Dialog stockt

    In der letzten Zeit ist der Dialog zwischen den USA und Nordkorea ins Stocken geraten. Washington fordert von Pjöngjang entschlossenere Maßnahmen bezüglich des Verzichts auf Atomwaffen. Die DVRK kritisiert wiederum, die Vereinigten Staaten würden in Reaktion auf ihre freiwilligen Schritte zur Denuklearisierung überhaupt nichts unternehmen.

    „Vigilant ACE“

    Die Luftwaffenübung wurde 2015 unter dem Namen Pen-ORE (Peninsula Operational Readiness Exercise) ins Leben gerufen. Sie fand bis 2017 jährlich unter Einsatz einer großen Luftflotte der Alliierten statt.

    Das fünftätige Manöver von 2017 war bis dahin das größte. Daran hatten mehr als 230 Kampfflugzeuge, darunter auch F-35-Tarnkappen-Jets und Luftüberlegenheitsjäger des Typs F-22 Raptor, sowie circa 12.000 US-Soldaten teilgenommen. Ein US-Langstreckenbomber des Typs B-1B hatte damals Berichten zufolge eine Übung auf einem Trainingsgelände nahe der Grenze zu Nordkorea in der südkoreanischen Provinz Gangwon-do absolviert.

    pd/sb/ap

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    Tags:
    Mark Esper, Denuklearisierung, Gipfel, Donald Trump, Nordkorea, Verschiebung, Manöver, Südkorea, USA