11:58 24 Oktober 2020
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    Die bei einem Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch vor einem Jahr beschlagnahmten Schiffe der ukrainischen Marine haben am Sonntag nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Hafen der Halbinsel Krim verlassen. Für Montag ist die Übergabe in neutralen Gewässern des Schwarzen Meeres geplant.

    Die Kriegsschiffe „Nikopol“ und „Berdjansk“ sowie der Schlepper „Jany Kapu“ hatten am 25. November 2018 die russische Staatsgrenze in der Nähe der Krim verletzt und waren als Folge von russischen Spezialkräften festgesetzt worden.

    „Geste des guten Willens“

    Sergej Tsekow, Mitglied des Ausschusses für internationale Angelegenheiten im russischen Föderationsrat, sieht die Entwicklung als „eine Geste des guten Willens“.

    „Mit dieser Geste zeigen wir, dass wir bereit sind, die Beziehungen zur Ukraine und den Dialog mit der Ukraine zu normalisieren“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Besuch aus Deutschland

    Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) reist an diesem Montag zu Gesprächen in die Ukraine, um weitere Schritte in dem Konflikt auszuloten. Über die bis Dienstag angesetzte Reise informierte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, am Sonntag bei Twitter.

    24 Matrosen freigelassen

    Die 24 nach dem Zwischenfall inhaftierten Matrosen waren Anfang September im Rahmen eines Gefangenenaustausches zwischen Russland und der Ukraine freigekommen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Wladimir Selenski betonten später in einem Gespräch, die gegenseitige Freilassung nach der Formel 35 gegen 35 sei von großer Bedeutung für die „Normalisierung und Gesundung der bilateralen Beziehungen“ gewesen.

    jeg/mt/sna/dpa

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    Tags:
    Heiko Maas, Schwarzes Meer, Übergabe, Schiffe, Zwischenfall, Meerenge von Kertsch, Ukraine, Russland