20:44 14 Dezember 2019
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    Proteste im Iran

    Unruhen im Iran: Mehrere Polizisten ums Leben gekommen

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    Politik
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    Mehrere Ordnungshüter sind während der Unruhen im Iran, die durch die Erhöhung der Benzinpreise provoziert wurden, ums Leben gekommen. Dies erklärte der offizielle Regierungssprecher des Landes, Ali Rabiei, am Montag.

    „Leider kam es auch im Laufe der letzten Tage zu Unruhen. Mehrere Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden waren Angriffen ausgesetzt und sind qualvoll ums Leben gekommen“, sagte Rabiei bei einer Pressekonferenz. Seine Worte werden vom Informationsportal der iranischen Regierung zitiert.

    Grund für Protestaktionen

    Iranische Bürger demonstrieren gegen die Erhöhung der Benzinpreise. Am Freitag fanden laut der Nachrichtenagentur IRNA in mehreren Städten der Islamischen Republik Protestaktionen statt.

    Die iranischen Behörden hatten zuvor beschlossen, zum 15. November Quoten für Benzin einzuführen und zugleich die Preise um ein Drittel anzuheben. Jetzt beträgt der Literpreis innerhalb der Quote 15.000 Rial (0,315 Euro). Wer über die Quote hinaus kauft, muss das Doppelte zahlen. Die Quote beträgt 60 Liter pro Monat. Zuvor hatte ein Liter Benzin im Iran 10.000 Rial gekostet.

    „Mutter aller Inflationen“

    Der Benzinpreis gilt im Iran als die „Mutter aller Inflationen”, weil nach jeder Preiserhöhung alles im Land teurer wurde. Schon seit längerer Zeit wollte die Regierung von Präsident Hassan Rohani die Benzinpreise erneut erhöhen, hatte es aber aus Angst vor einer Verschärfung der Inflation – und landesweiten Protesten – immer wieder verschoben. Die Iraner können und wollen nicht hinnehmen, dass in dem ölreichen Land, das der viertgrößte Ölproduzent der Welt ist, Benzin rationiert und immer teurer wird.

    ek/sb/sna

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    Tags:
    Protestaktionen, Iran, Benzinpreise