18:04 10 Dezember 2019
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    Großbritannien: RT und Sputnik gewannen vor Brexit-Referendum an Popularität – Medien

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    Politik
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    Der Geheimdienst-Ausschuss des britischen Parlaments ISC ist zu dem Schluss gekommen, dass die Berichterstattung der russischen Medien RT und Sputnik vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien die Nutzer der sozialen Netzwerke weitgehend beeinflusst hat. Dies berichtet die Zeitung „The Times“ unter Verweis auf den entsprechenden Bericht.

    „Mehr als 260 Artikel, die sechs Monate vor dem Referendum von RT und Sputnik veröffentlicht worden sind, waren auf Twitter so weit verbreitet, dass sie bis zu 134 Millionen Mal gesehen werden konnten“, heißt es im Artikel.

    Dabei seien die im Rahmen der Pro-Brexit-Kampagnen „Leave“ und „Leave.eu“ von den größten Gruppen veröffentlichten Twitter-Posts  nur 33 bzw. 14 Millionen Mal aufgerufen worden, schrieben die Autoren.

    Jedoch enthalte der ISC-Bericht keine Hinweise darauf, ob die „russische Einmischung“ die Abstimmungsergebnisse beeinflusst haben könnte.

    „Wenn unsere Sicherheitsdienste wirklich keine Schlussfolgerungen über das Ausmaß oder die Auswirkungen der russischen Einmischung auf das Referendum 2016 ziehen konnten, wirft dies ernsthafte Fragen auf, die ernsthafte Antworten erfordern“, zitiert das Blatt Labours Schattenaußenministerin Emily Thornberry.  

    ISC-Bericht

    Berichten zufolge hat das mit hochrangigen Mitgliedern des britischen Parlaments besetzte „Intelligence and Security Committee of Parliament“ (ISC) schon Mitte Oktober dem Premierminister Boris Johnson einen 50-seitigen Bericht über „illegale russische Aktivitäten in Großbritannien“ überreicht. Das Dokument soll sich mit der Frage befassen, ob der russische Staat Einfluss auf die Unterhauswahlen von 2017 und davor schon auf das EU-Referendum von 2016 genommen hatte – zugunsten solcher Brexit-Unterstützer wie Boris Johnson. Inzwischen werde dieser der Kritik unterzogen, weil der Bericht bisher nicht publik gemacht wurde. 

    pd/mt/sna/

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