02:50 07 Juli 2020
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    Das bolivianische Regierungsministerium (zuvor – Innenministerium, Anm. d. Red.) hat ein in Vorbereitung befindliches Attentat auf die Interimspräsidentin des Landes, Jeanine Áñez, gemeldet und ihr die Reise in die Region Beni nicht empfohlen.

    „Es ist eine kriminelle Gruppe aufgedeckt worden, die einen Angriff auf Áñez plant“, teilte der Chef des Ministeriums, Arturo Murillo, während einer Pressekonferenz mit. Er weigerte sich aber, die Details zu offenbaren, und begründete dies mit Interessen der Staatssicherheit. Die Worte des Beamten werden vom Blatt „Correo del Sur“ zitiert.

    Murillo hatte zudem erklärt, dass das Ministerium der Interimspräsidentin Áñez nicht empfehle, die für heute geplante Reise nach Trinidad, Department Beni, zur Teilnahme an Festveranstaltungen zu unternehmen.

    Evo Morales hatte bei den Präsidentschaftswahlen am 20. Oktober bereits im ersten Wahlgang den Sieg errungen, doch sein Hauptrivale Carlos Mesa hatte die Wahlergebnisse nicht anerkannt. Die bolivianischen Streitkräfte hatten Morales daraufhin aufgefordert, zur Gewährleistung der Stabilität im Lande seinen Posten zu verlassen, wonach er den Rücktritt erklärt hatte.

    Die ganze oberste Führung Boliviens mit dem Präsidenten Evo Morales an der Spitze ist am 10. November zurückgetreten und hat das Land angesichts der Volksproteste nach den Präsidentschaftswahlen verlassen. Ihre Posten hatten ebenfalls der Vorsitzende und der erste Vizevorsitzende des Senats verlassen. Die Präsidialvollmachten sind vorübergehend an die oppositionelle zweite Vizevorsitzende des Senats, Jeanine Áñez, übergegangen. Die Anhänger von Morales bestreiten aktuell die Übergabe der Vollmachten an Áñez und fordern deren Rücktritt.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Jeanine Anez, Attentat, Bolivien