06:28 20 Oktober 2020
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    Die Nato wird sich laut dem Generalsekretär Jens Stoltenberg künftig verstärkt mit möglichen Bedrohungen aus China beschäftigen. Dies erklärte der Chef der Allianz am Dienstag in Brüssel.

    Der Grund dieser Entscheidung bestehe darin, dass Peking weltweit den zweitgrößten Verteidigungshaushalt habe und große Investitionen in Bereiche wie Interkontinentalraketen und Überschallwaffen stecke. Zudem nähere sich China den Nato-Staaten an, indem es Infrastruktur zum Beispiel in Afrika und Europa aufbaue. Dies habe bestimmte Konsequenzen für die Sicherheit, die das Bündnis analysieren wolle. Allerdings muss China Stoltenberg zufolge keine Angst vor der Nato haben.

    „Die Nato ist eine defensive Allianz und tut nichts, was in irgendeiner Art und Weise einen anderen Staat bedroht“, erläuterte er.

    Peking hat Washington bei hochrangigen Gesprächen von Verteidigungsministern am Montag vor dem Aufbau weiterer Spannungen in Sachen Südchinesisches Meer und Taiwan gewarnt. Die Nato plant laut Stoltenberg auch nicht, ihr Operationsgebiet auf das Südchinesische Meer auszuweiten.

    Die Außenminister der 29 Nato-Staaten wollen sich am 20. November bei ihrem Treffen in Brüssel mit einem neuen Bündnisbericht zu China beschäftigen.

    aa/mt/dpa

     

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    Südchinesisches Meer, Verteidigungshaushalt, Jens Stoltenberg, Bedrohung, China, NATO