22:34 17 Februar 2020
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    Die Türkei hat laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ihre jüngsten Aussagen, wonach eine Wiederaufnahme der Militäroffensive „Friedensquelle“ in Syrien möglich ist, als Missverständnis bezeichnet.

    Lawrow zufolge hat die Türkei dem russischen Botschafter in Ankara versichert, dass von einer Wiederaufnahme der türkischen Militäroffensive in Syrien keine Rede sei.

    Wie der russische Außenminister am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau sagte, hat der Sprecher des russischen Verteidigungsministers schon früher zu diesem Thema Stellung genommen.       

    Am Montag hatte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärt, Ankara sei zur Wiederaufnahme seiner Operation in Syrien bereit, sollten Russland und die USA ihre Verpflichtungen zum Abzug der kurdischen Volksmilizen aus der Sicherheitszone nicht erfüllen. 

    „Gestern, nachdem das Verteidigungsministerium als Antwort auf Ankaras Behauptungen in Bezug auf die Nichterfüllung der Sotschi-Vereinbarungen diese Erklärung abgegeben hatte, gab es einen Kontakt zwischen Vertretern der türkischen Regierung und unserem Botschafter, in dessen Rahmen unserem Botschafter versichert wurde, dass es sich hierbei um ein Missverständnis handelt“, sagte der Chefdiplomat.

    Niemand in Ankara stelle Russlands Arbeit (zu Syrien – Anm. d. Red.) in Zweifel. Weder der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu noch der Sprecher des türkischen Staatschefs, Ibrahim Kalin, hätten über eine Wiederaufnahme der Operation „Friedensquelle“ gesprochen.     

    Am Vortag hatte das russische Verteidigungsamt erklärt, Russland komme den Festlegungen des in Sotschi vereinbarten Memorandums zu Syrien strikt nach.

    Moskau-Ankara-Memorandum

    Russland und die Türkei hatten am 22. Oktober in der südrussischen Stadt Sotschi ein Zehn-Punkte-Memorandum über gegenseitige Verständigung unterzeichnet. Das Dokument sieht unter anderem die Verlegung von Einheiten der russischen Militärpolizei und des syrischen Grenzschutzdienstes nach Nordsyrien, außerhalb der Zone der türkischen Operation „Friedensquelle“, vor. Ziel ist es,  den Abzug der kurdischen Formationen samt Waffen auf 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze, außerhalb der Zone der türkischen Operation „Friedensquelle“, zu unterstützen.

    Ankaras Einsatz in Nordsyrien

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Anfang Oktober mit der Operation „Friedensquelle“ in Nordsyrien gegen die syrischen Kurdenmilizen begonnen. Am 17. Oktober stellte Ankara nach Verhandlungen mit den USA die Kampfhandlungen zeitweilig ein, damit sich die Kurden-Miliz YPG aus der 30 Kilometer breiten Sicherheitszone in Nordsyrien zurückziehen könnte.

    ns/gs/sna     

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    Tags:
    Mevlüt Çavuşoğlu, Sergej Lawrow, Wiederaufnahme, Offensive, Syrien, Türkei, Russland