15:19 03 Dezember 2020
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    Das strategische Ziel der USA besteht darin, Russland und China einzudämmen. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das jedoch ein schwerer Fehler, der Washingtons Positionen untergräbt.

    „Leider ist es nicht ihr Ziel, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen auszugleichen – die USA selbst sprechen öffentlich darüber. Ihr wichtigstes strategisches Ziel besteht darin, die Entwicklung Chinas und Russlands einzudämmen. Ich denke, dies ist ein sehr schwerer, tiefsitzender Fehler, der die Position derjenigen untergräbt, die diese Art von Politik initiieren“, sagte Putin beim Russia Calling Investment Forum am Mittwoch.

    Putin zufolge hängen die Beschränkungen Washingtons gegenüber China nicht mit der Unausgeglichenheit in der Handelsbilanz zusammen. Tatsache sei, dass die chinesische Wirtschaft effizienter sei.

    „Ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass dieses einzigartige Phänomen (die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft – Anm.d.Red.) ein sehr gutes Ergebnis liefert. Die chinesische Wirtschaft ist viel effizienter als viele andere große Volkswirtschaften der Welt, einschließlich der amerikanischen“, unterstrich Putin.

    Verrechnungen zwischen Russland und China

    Außerdem hält Putin die Zunahme der Verrechnungen zwischen Russland und China in der nationalen Währung für absolut realistisch:

    „Die Stabilität der (chinesischen – Anm.d.Red.) Währung ist offensichtlich, und dies schafft natürlich Voraussetzungen für einen umfassenderen Einsatz von Yuan bei den gegenseitigen Verrechnungen. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass der Rubel in Russland eine frei konvertierbare Währung ist, und zwar in jedem Umfang und zu jeder Zeit. Es ist sehr bequem zu bedienen“.

    Putin über Besorgnis nach ersten Anti-Russland-Sanktionen

    Der russische Staatschef gab zu, dass er nach den ersten Sanktionen gegen Russland besorgt gewesen sei, aber das Land habe große Erfolge bei der Substitution von Importen in verschiedenen Branchen erzielt.

    „Es wurde ein sehr ernsthafter, großer Schritt unternommen, um unsere wirtschaftliche und technologische Souveränität zu stärken. In diesem Sinne sind all diese Einschränkungen unserer Wirtschaft zugutegekommen“.

    Washingtons Handelsstreit mit Peking

    Der Staatschef der Vereinigten Staaten hat zahlreiche Handelskonflikte vom Zaun gebrochen. Insbesondere der seit Juli 2018 brodelnde Streit mit China bremst die Weltkonjunktur. Washington verhängte damals Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf 818 chinesische Güter im Gesamtwert von 34 Milliarden US-Dollar. Peking kündigte daraufhin Vergeltungsmaßnahmen an. Die zwei größten Wirtschaftsnationen der Welt überziehen sich seitdem mit gegenseitigen Sonderzöllen.

    Im Oktober hatte Trump die Einigung auf ein Teilabkommen verkündet, allerdings ist nach wie vor unklar, wann es besiegelt werden wird.

    sm/gs

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