08:27 10 Dezember 2019
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    Die Flaggen Russlands und der EU

    Antirussische Sanktionen weisen „böse Trägheit“ auf – Botschafter

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    Politik
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    Die nachhaltige Verschärfung der antirussischen Sanktionen hat laut dem russischen Botschafter in Rom, Sergej Rasow, den tatsächlichen Zusammenhang mit der Lage um die Ukraine längst verloren. Zudem dankte der Botschafter den Ländern, die sich gegen die Aufstockung von Restriktionen stellen.

    „Die ständige Eskalation der Sanktionen hat jeglichen Kausalzusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine sowie um das Land schon längst verloren“, sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift „Meschdunarodnaja Schisnj“ (dt.:„Internationale Angelegenheiten“), das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

    Die antirussischen Sanktionen hätten eine „böse Trägheit” und einen Eigenwert bekommen, indem sie auf einen immer breiteren Bereich angeblicher Sünden Russlands ausgeweitet worden seien, betonte der Botschafter und lobte die Bemühungen italienischer Politiker in ihrem Kampf für die Aufhebung der Strafmaßnahmen:

    „Die italienischen Kollegen treten konsequent gegen die automatische Verlängerung der Sanktionen auf. Wir sind ihnen dafür dankbar und bezweifeln ihren aufrichtigen Wunsch nicht, die Einschränkungen bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland aufzuheben“, sagte er.

    Sanktionskrieg gegen Russland

    Zuvor hatte das Mitglied des Außenausschusses des russischen Oberhauses Sergej Zekow darauf verwiesen, dass europäische Politiker, unter anderem in Frankreich und Deutschland, immer mehr die Aufhebung der Anti-Russland-Sanktionen befürworten würden. Der Abgeordnete zeigte sich zuversichtlich, dass „quantitative Veränderungen in Kürze in qualitative umschlagen könnten“.

    2014 hatte die EU Sanktionen gegen Russland verhängt. Zum Anlass wurden die Ereignisse in der Ostukraine sowie der Beitritt der Krim zu Russland. Derzeit gelten mehrere antirussische Sanktionspakete, darunter wirtschaftliche Sanktionen, personelle Einschränkungsmaßnahmen sowie Restriktionen in Bezug auf die Halbinsel Krim, mit der die europäischen Unternehmen keine Geschäfte machen dürfen.

    Moskau betonte mehrmals, weder Konfliktpartei in der Konfrontation im Donbass noch Subjekt der Minsker Abkommen zu sein, und führte im Gegenzug Strafmaßnahmen ein.

    asch/ae

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