06:31 06 Dezember 2019
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    Anwerbungs-Skandal: Russisch-serbische Freundschaft in Gefahr? Kreml nimmt Stellung

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    Politik
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    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat am Donnerstag gegenüber Journalisten die besondere Beziehung zwischen Russland und Serbien hervorgehoben. Laut Peskow wird der Skandal um die angebliche Anwerbung eines serbischen Offiziers durch Moskau daran nichts ändern.

    „Zunächst einmal wissen wir nicht, was das für ein Vorfall war, wir müssen uns hiermit erst auseinandersetzen. Das ist keine direkte Angelegenheit der Präsidialverwaltung, aber ich bin mir sicher, dass die Beziehungen zwischen Russland und Serbien einen dermaßen besonderen Charakter haben – partnerschaftlich, brüderlich, eine Art Bündnis, - dass sich nichts auf diesen Charakter auswirken kann“, entgegnete Peskow auf die Frage, ob dieser Vorfall für die Beziehungen der beiden Länder Folgen haben wird.

    Bei dem Vorfall handelt es sich um einen brisanten Artikel, den die serbische Boulevardzeitung „Blic“ am Montag veröffentlicht hat. Er trägt die Überschrift „Russische Spione werben serbische Offiziere an?“. Darin geht es um Georgi Kleban - einen ehemaligen stellvertretenden Militärattaché in der russischen Botschaft in Serbien. Dieser soll, so die Behauptung des serbischen Blattes, einen ranghohen serbischen Offizier angeworben haben.

    Bilder des Blattes zeigen das angebliche Treffen der beiden Männer an einem öffentlichen Ort. Dort sollen sie Tüten ausgetauscht haben. Der serbische Offizier soll kurze Zeit später aus der erhaltenen Tüte einen Briefumschlag mit Geld herausgeholt haben.

    Am Mittwoch veröffentlichten diverse serbische Medien ein Video von dem Treffen, das von einer Überwachungskamera aufgenommen worden war. Der serbische Verteidigungsminister Alexander Vulin teilte mit, Belgrad werde sich der Sache annehmen und den Zeitungsartikel über die angebliche Anwerbung eines serbischen Offiziers durch Russland überprüfen.

    mka/gs

     

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    Tags:
    Anwerbung, Kreml, Serbien