19:20 23 Februar 2020
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    Spanien ermittelt gegen eine mit der russischen Auslandsaufklärung verbundene Gruppe, die im misslungenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien mitgemischt haben soll. Das berichtet die linksliberale spanische Zeitung „El Pais“ unter Berufung auf eigene nicht genannte Quellen.

    Die Verhandlung wurde von Manuel Garcia-Castellon, Richter des Nationalen Gerichts Spaniens, eröffnet.

    "Im Kreuzfaden der Justiz stehe die als 'Einheit 29155' bekannte Elitetruppe, der spanische Geheimdienste 'destabilisierende Aktivitäten' in Europa vorwerfen."

    Russlands Militäraufklärung GRU in Spanien?

    Dem Blatt zufolge hatten spanische Agenten Offiziere der russischen Militäraufklärung GRU bei Reisen nach Barcelona beschattet und eindeutig identifiziert. Ziel der Russen sei es, die innenpolitischen Spannungen in Spanien zu verschärfen, um so das Land zu destabilisieren, hieß es.

    Es gehe um die Unterstützung radikaler Gruppen in der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

    "Destabilisierungsaktivitäten" in anderen Regionen

    Der „El Pais“ zufolge wird die Gruppe auch mit dem 2016 gescheiterten Staatsstreich in Montenegro und mit einer Kampagne zur Destabilisierung in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien in Verbindung gebracht.

    Das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien hatte im Oktober 2017 stattgefunden, wurde aber von der Zentralregierung in Madrid nicht anerkannt.

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    Tags:
    Einmischung, Referendum, Katalonien, Ermittlungen, Gericht, Russland, Spanien