21:33 15 Dezember 2019
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    Südkoreanische Marine bei einer Übung (Archivfoto)

    Streit mit Japan: Südkorea sagt gemeinsames Seemanöver ab

    © AP Photo / South Korea Defense Ministry via AP
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    Eine Woche vor Beginn hat Südkorea ein gemeinsames Seemanöver mit Japan abgesagt. Hintergrund ist der neu entflammte Konflikt um Schadenersatzzahlungen für koreanische Zwangsarbeiter.

    Die gemeinsame Übung sei auf Wunsch der südkoreanischen Seite abgesagt worden, teilte die japanische Küstenwache nach Angaben des Fernsehsenders NHK mit. 

    Demnach habe Südkorea am 20. November japanische Vertreter über die Absage informiert. Bei der Übung am 27. November hätten die Sicherheitskräfte beider Staaten das Zusammenspiel in Notsituationen trainieren sollen.

    Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten sind angespannt, seit ein Gericht in Südkorea im vergangenen Jahr beschlossen hat, dass die Unternehmen Nihon Steel, Fujikoshi Corporation und Mitsui Havy Industries ehemalige Zwangsarbeiter zusätzlich entschädigen sollen.

    Japan hatte bereits 1965 rund 500 Millionen US-Dollar Schadenersatz für die Zwangsarbeit während der japanischen Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) gezahlt und sieht das Thema als erledigt an.

    Im Sommer strich Japan den Nachbarn von der Liste seiner bevorzugten Handelspartner und beschränkte Exporte von Baumaterialien, die für die Herstellung von Elektronik nötig sind. Als Grund wurde geltend gemacht, dass die Materialien in die Hände Nordkoreas gelangen könnten.

    Daraufhin weigerte sich die Regierung in Seoul, den in dieser Woche auslaufenden Vertrag über nachrichtendienstlichen Austausch mit Japan zu verlängern.

    leo/ae

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    Tags:
    Zwangsarbeiter, Entschädigung, Absage, Streit, Übung, Japan, Südkorea