09:03 10 Dezember 2019
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    US-Stützpunkt Ramstein (Archivbild)

    „Schlimmster Albtraum der USA“ – Politikexpertin erklärt, wie Russland und China Amerika erschrecken

    © Foto : U.S. Air Force / Airman 1st Class Kristine M. Gruwell
    Politik
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    Die USA befürchten, dass ihre Stützpunkte für mögliche Angriffe aus Russland und China anfällig seien. Diese Ängste bestanden laut der politischen Expertin Jana Lexjutina in den Vereinigten Staaten schon immer, haben sich jetzt aber verstärkt.

    Washington befürchte, dass Russland und China im Falle eines Krieges die US-Militärstützpunkte und Logistiksysteme genau und zerstörerisch angreifen könnten. Darüber schreibt das Magazin „Foreign Policy“.

    Laut dem Artikel wird dies dank Fortschritten in Luft- und Raumfahrt, Robotik, maschinellem Lernen, 3D-Druck und Nanomaterialien möglich sein. Die derzeit entwickelten neuen Raketen und tödlichen Drohnen seien unauffällig, hätten einen großen Aktionsradius und die Fähigkeit, konzentrierte feindliche Truppen zu neutralisieren. Ihre Herstellung im 3D-Druck sei kostengünstig, und Nanomaterialien ermöglichten es, sie mit doppelt so starken Sprengköpfen auszustatten. Außerdem könnten die Drohnen bereits über transozeanische Entfernungen fliegen.

    Der Einsatz  der neuen Technologien könne dazu führen, dass die moderne „amerikanische Kriegsführung“  überholt werde und die USA würden nicht in der Lage sein, schnell auf einen Angriff aus Russland oder China zu reagieren, so das Blatt. Demnach fehlt es den meisten militärischen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten an Raketenabwehr oder Schutzräumen.

    Politikexpertin nimmt Stellung

    Laut der Professorin am Institut für Amerikanistik an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg und politischen Expertin Jana Lexjutina bestanden die US-Ängste hinsichtlich der Anfälligkeit ihrer Stützpunkte schon immer, haben sich jetzt aber verstärkt.  

    „Eine der Aufgaben der US-Außenpolitik besteht seit langem darin, das Bündnis zwischen Russland und China zu verhindern. Der schlimmste Albtraum, den sich die Menschen, die die amerikanische Außenpolitik planen, vorstellen können, ist die Bildung eines Bündnisses zwischen Russland und China (das nicht unbedingt offiziell proklamiert wird). Jetzt sehen wir eine Manifestation der Stimmungen, die es in den USA immer gab. Ich glaube, sie sind ziemlich besorgt darüber, dass wir sehr enge Beziehungen zu China aufbauen. Je enger wir mit China interagieren, desto öfter werden wir über solche Stimmung seitens der USA lesen“, sagte Leksjutina auf Radio Sputnik.

    Putin zu US-Eindämmung Chinas und Russlands

    Das strategische Ziel der USA besteht darin, Russland und China einzudämmen. Laut dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, ist das jedoch ein schwerer Fehler, der Washingtons Positionen untergräbt.

    „Leider ist es nicht ihr Ziel, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen auszugleichen – die USA selbst sprechen öffentlich darüber. Ihr wichtigstes strategisches Ziel besteht darin, die Entwicklung Chinas und Russlands einzudämmen. Ich denke, dies ist ein sehr schwerer, tiefsitzender Fehler, der die Position derjenigen untergräbt, die diese Art von Politik initiieren“, sagte Putin beim Russia Calling Investment Forum am Mittwoch.

    sm/ae

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    Tags:
    China, Russland, Stützpunkte, USA