14:22 16 Dezember 2019
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    Michael Bloomberg

    „Um Donald Trump zu besiegen“: Michael Bloomberg steigt ins US-Präsidentschaftsrennen ein

    © AP Photo / John Locher
    Politik
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    Der Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, wollte laut Medien alles tun, was in seinen Kräften liegt, um den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump daran zu hindern, erneut ins Amt gewählt zu werden. Noch im März war er gegen eine Präsidentschaftsbewerbung. Doch nun hat der US-Demokrat es sich anders überlegt. Er wird es machen.

    Der Milliardär und Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, will US-Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020 herausfordern. Der Demokrat kündigte am Sonntag an, offiziell ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einzusteigen. Bereits seit Tagen wurde eine solche Botschaft des 77-Jährigen Magnaten erwartet. „Ich bewerbe mich als Präsident, um Donald Trump zu besiegen und Amerika wiederaufzubauen“, teilte Bloomberg mit. „Wir können uns vier weitere Jahre mit Präsident Trumps rücksichtslosem und unethischem Handeln nicht leisten.“

    Bloomberg hatte bereits Vorbereitungen getroffen und in mehreren Bundesstaaten die nötigen Unterlagen für eine mögliche Teilnahme an den Vorwahlen eingereicht. Der Demokrat Bloomberg, der einst das nach ihm benannte Finanz- und Medienunternehmen gegründet hatte, gilt als einer der reichsten Menschen der Welt. Er kann damit erhebliche Finanzmittel in einen Wahlkampf gegen Trump (73) einbringen.

    Trump hatte vor einiger Zeit auf die Meldungen über eine eventuelle Präsidentschaftsbewerbung Bloombergs spöttisch reagiert. Dem „kleinen Michael“ Bloomberg fehle die nötige „Magie“, die Wahlen in einem Jahr zu gewinnen, sagte Trump. „Er wird nicht gut abschneiden.“

    Bloomberg reiht sich extrem spät in die Bewerberreihe bei den Demokraten ein. Die meisten von den fast 20 Demokraten, die sich um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bewerben, sind schon seit Monaten im Wahlkampf.

    Bloomberg macht als Demokrat vor allem dem Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden Konkurrenz, der laut Umfragen noch vorne liegt, zuletzt aber schwächer wurde, von der internen Konkurrenz fast eingeholt und beim Spendensammeln teilweise überholt wurde.

    Im März hatte Bloomberg noch öffentlich erklärt, er wolle nicht Präsidentschaftskandidat werden. Berichten zufolge verzichtete er damals bewusst auf eine Kandidatur, um Biden nicht in die Quere zu kommen.

    ek/sb/dpa

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl, Donald Trump, Michael Bloomberg