22:05 15 Dezember 2019
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    US-Soldaten vor der Bagram Air Base der US-Luftwaffe in Afghanistan

    Washington führt inoffizielle Gespräche mit Taliban – afghanische Medien

    © AP Photo / Massoud Hossaini
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    Das Weiße Haus hat wieder begonnen, in Katar Gespräche mit den Taliban zu führen, diesmal aber inoffiziell, teilte der afghanische TV-Sender TOLOnews am Sonntag unter Verweis auf eigene Quellen mit.

    Beide Seiten sollen dabei über den Rückgang der Gewalt und die Wiederaufnahme offizieller Gespräche zwischen amerikanischen und Taliban-Unterhändlern diskutieren.

    „Die Gespräche sind derzeit heimlich im Gange, und ich denke, dass sie zugunsten Afghanistans verlaufen“, sagte der ehemalige Taliban-Befehlshaber Sayed Akbar Agha, der heute in Kabul lebt.

    Laut dem Präsidentenpalast berät sich Washington während dieser inoffiziellen Gespräche mit der afghanischen Regierung.

    „Diesmal sind wir uns einig, dass unsere Ziele und Prioritäten für den Frieden völlig klar sind, mit Themen wie der Rückgang der Gewalt, der zu einem Waffenstillstand führen wird, und letztendlich der Beginn direkter Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban“, sagte Präsidentensprecher Sediq Sediqqi.

    Am Samstag habe US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Fox News gesagt, dass die USA „derzeit an einem Abkommen mit den Taliban arbeiten“.

    Friedensgespräche zwischen USA und Taliban

    Die USA und die Taliban sprechen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts in Afghanistan. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban, dass Afghanistan kein sicherer Hafen für Terroristen wird. In der Folge sollten innerafghanische Friedensgespräche geführt werden.

    Die Verhandlungen werden aber zuweilen abgesagt. Formeller Anlass war letztes Mal ein Anschlag in Kabul, bei dem zwölf Menschen, darunter ein US-Soldat, getötet wurden. Die Taliban kündigten an, den Kampf fortzusetzen, bis alle fremden Truppen Afghanistan verlassen haben. Derzeit sind 16.000 Nato-Soldaten, darunter 14.000 Amerikaner, am Hindukusch stationiert.

    Die Amerikaner waren in Afghanistan nach den Flugzeugattentaten von Al-Kaida in den USA am 11. September 2001 einmarschiert. Al-Kaida hatte damals seine Zentrale in Afghanistan.

    aa/sb

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    Tags:
    Verhandlungen, Abkommen, Regierung, Afghanistan, Gewalt, Rückgang, Wiederaufnahme, Gespräche, USA, Taliban