19:23 15 August 2020
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    Die Bundeswehr ist laut der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für Kampfeinsätze bereit und erwartet, dass bald Anfragen dieser Art von ihren Verbündeten kommen.

    Erwartet werde derzeit eine Anfrage aus Frankreich, das in Mali für die Terrorismus-Bekämpfung zuständig ist. Obwohl es noch keine konkrete Anfrage gegeben habe, stelle sich die Bundeswehr darauf ein, dass ihre Partner und Alliierte bald schneller mit solchen Anliegen auf sie zukommen werden.

    „Wir wären auch heute in der Lage, zusätzliche Auslandseinsätze zu übernehmen“, sagte die CDU-Chefin am Montag beim Besuch einer Luftlandebrigade in Saarlouis.

    Langfristiges Ziel bleibe, 2031 rund zehn Prozent der in der Nato benötigten Fähigkeiten beisteuern zu können.

    Mehr Auslandseinsätze

    Die Verteidigungschefin hatte sich bereits mehrmals dafür ausgesprochen, die Bundeswehr stärker im Ausland einzusetzen als bisher. Auf diese Weise könnte Deutschland auch mehr Verantwortung übernehmen. Wichtig sei dabei, dass Deutschland auch selbst die Initiative ergreife, Impulse setze und Optionen aufzeige, so Kramp-Karrenbauer.

    Andere Politiker lehnen die Pläne von Kramp-Karrenbauer jedoch aus unterschiedlichen Gründen ab. Anfang November hatte der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels, gesagt, dass der Armee für größere militärische Einsätze Gerät und Personal fehlen.

    Derzeit seien 3100 Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan, in Mali und Niger, auf dem Balkan, im Mittelmeer und im Indischen Ozean, in Jordanien und im Irak im Einsatz. Dazu kämen weit größere Nato-Verpflichtungen in Europa. „Die Truppen plagen bereits jetzt Engpässe“, sagte der SPD-Mann.

    Auch bei den Kandidaten für den SPD-Vorsitz, Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, stieß der Plan der Verteidigungsministerin auf Kritik. „Diese von Frau Kramp-Karrenbauer geführte Diskussion, Deutschland müsse endlich mal normal werden und überall Soldaten hinschicken, halte ich für vollkommen falsch“, sagte Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    aa/sb/rtr

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    Verbündete, Anfrage, Einsatz, Bundeswehr, Verteidigung, Verteidigungsminister, Annegret Kramp-Karrenbauer