17:31 03 August 2020
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    Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid hat am Dienstag in Tallinn bei einem Briefing mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenski dazu aufgerufen, die Ukraine in ihrem „Kampf“ gegen Russland zu unterstützen.

    „Es ist kein Konflikt untereinander, sondern wir haben es mit Aggression zu tun, wobei eines der Länder der Aggressor und das andere das Opfer ist. Wir haben es mit einer teilweisen Annexion der Krim zu tun“, so Kaljulaid. 

    Der in Estland weilende ukrainische Präsident dankte seiner estnischen Amtskollegin für die Unterstützung „der euroatlantischen Bestrebungen“ der Ukraine und der Reformen, die darauf abzielten, die Verteidigungssphäre der Ukraine den Nato-Standards anzupassen.

    In einer gemeinsamen Erklärung, die auf der Webseite des ukrainischen Präsidenten veröffentlicht ist, haben die beiden Staatschefs unterstrichen, dass ihre Länder durch eine enge Partnerschaft und „die Vorstellung von einem einheitlichen und freien Europa“ miteinander verbunden seien.

    Immer noch keine Einigung in Sicht

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew hatten sich vor dem Hintergrund der dramatischen Situation in der Donbass-Region und der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verschlechtert. Die ukrainischen Behörden haben Russland wiederholt eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes vorgeworfen. Die Werchowna Rada verabschiedete im Jahr 2015 eine Erklärung, in der Russland als „Aggressorland“ bezeichnet wurde.

    Der Kreml hat die Anschuldigungen der ukrainischen Seite als unannehmbar zurückgewiesen. Moskau erklärte wiederholt, dass es keine Seite des innerukrainischen Konfliktes und daran interessiert ist, dass die politische und ökonomische Krise in der Ukraine überwunden wird.

    ls/sb

     

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    Tags:
    Wladimir Selenski, Kersti Kaljulaid, Russland, Ukraine, Estland