01:01 01 Dezember 2020
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    Nord Stream 2 (104)
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    Die möglichen neuen US-Sanktionen könnten laut der stellvertretenden Außenministerin der Ukraine, Elena Serkal, den Start der Gaspipeline Nord Stream 2 verhindern.

    „Wir glauben, dass diese Sanktionen wirklich dazu beitragen können, den Start von Nord Stream 2 zu verhindern, insbesondere angesichts der Notwendigkeit, einen neuen Vertrag über die Lieferung von Gas in Europa abzuschließen“, antwortete Serkal am Rande des „Berliner Forums Außenpolitik“ auf eine entsprechende Frage.

    Das Nord-Stream-2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Küste über die Ostsee nach Deutschland. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Die Gaspipeline wird durch Hoheitsgewässer oder ausschließliche Wirtschaftszonen der Russischen Föderation, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands verlaufen. Alleiniger Gesellschafter des Projektbetreibers, der Nord Stream 2 AG, ist der russische Energiekonzern Gazprom.

    Die Ukraine sowie eine Reihe europäischer Länder wie Polen, Lettland und Litauen, aber auch die USA, die ihr Flüssigerdgas in die EU verkaufen wollen, setzen sich gegen das Projekt ein, indem sie die Pipeline als für die Energiesicherheit der EU bedrohlich und politisch motiviert bezeichnen. Die russische Seite hat ihrerseits mehrmals erklärt, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles und wettbewerbsfähiges Projekt sei und keine Aussetzung des russischen Gastransits durch die Ukraine impliziere.

    Berlin unterstützt laut Ex-Außenminister und Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) das Nord-Stream-2-Projekt. Die Erfahrung Deutschlands sei, dass die Sowjetunion selbst in den finstersten Zeiten des Kalten Krieges immer vertragstreu gewesen sei. Außerdem würde das Projekt helfen, den EU-Gasmarkt zu liberalisieren.

    aa/sb/sna

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    Projekt, Start, Gaslieferungen, US-Sanktionen, Außenministerin, Nord Stream 2, Ukraine