16:46 10 Dezember 2019
SNA Radio
    Chinas Flagge (Symbolbild)

    China fordert verstärkte globale Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf

    © AP Photo / Kin Cheung
    Politik
    Zum Kurzlink
    5473
    Abonnieren

    China hat eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung im Nahen Osten gefordert. Der stellvertretende Außenminister Chinas, Chen Xiaodong, hat sich dazu bei der Eröffnung des Nahost-Sicherheitsforums in Peking geäußert. Dies meldet die Agentur RIA Novosti am Mittwoch.

     „Eine umfassende Strategie zur Terrorismusbekämpfung ist eine Garantie für mehr Sicherheit im Nahen Osten. Der Terrorismus ist ein Tumor, der die Gesundheit der Region zerstört und der Welt schadet. Die internationale Gemeinschaft muss sich vereinen und den beabsichtigten Weg bis zum Ende verfolgen, bis die Bedrohung endgültig beseitigt ist“, sagte Chen Xiaodong.

    Ihm zufolge ist es äußerst wichtig, den terroristischen und extremistischen Kräften die Chance zu nehmen, die derzeitige regionale Instabilität auszunutzen, um Panik zu säen oder sich neu zu gruppieren und neue Stützpunkte zu schaffen.

    „Man sollte auf die Bedürfnisse und Sorgen der Länder in der Region hören und konkrete Schritte unternehmen, um ihnen zu helfen, die Fähigkeit zur Bekämpfung des Terrorismus auszubauen. Wir sollten einen Ansatz verfolgen, um sowohl die Symptome als auch die Grundursachen zu bekämpfen, indem wir die Terrorismusfinanzierung abschneiden und die praktische Zusammenarbeit bei der Überstellung von Terrorverdächtigen, der Grenzkontrolle und dem Austausch von Geheimdienstinformationen verbessern“, so Chinas Vertreter weiter. 

    Auch sollte die internationale Gemeinschaft ihre Doppelmoral bei der Terrorismusbekämpfung im Nahen Osten aufgeben.

    „Die internationale Gemeinschaft muss jegliche Doppelstandards im Kampf gegen den Terrorismus aufgeben und die Praxis, den Terrorismus mit einer bestimmten Religion in Verbindung zu bringen, unterlassen“, erklärte Chen Xiaodong.

    Unter dem Vorwand des Eintretens für Menschenrechte dürfe man die Bemühungen anderer Länder im Kampf gegen den Terrorismus und den Radikalismus nicht kritisieren, fügte er hinzu.

    Das Nahost-Sicherheitsforum

    Das Forum „Sicherheit im Nahen Osten“ findet vom 27. bis zum 28. November im staatlichen Gästehaus Diaoyutai in Peking statt. Über 200 Experten aus China, Russland, dem Nahen Osten, Europa, Amerika und anderen Ländern und Regionen der Welt nehmen daran teil.

    pd/ip/sna/

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Warum wurde der in Berlin ermordete Georgier trotz Moskaus Gesuchen nicht ausgeliefert? – Interview
    In Berlin getöteter Georgier hat Terroranschläge in Moskauer U-Bahn organisiert – Putin
    Schneise schlagen und los: Sowjetische Panzerstrategie für den Dritten Weltkrieg
    Tags:
    Menschenrechte, Religion, Verstärkung, Zusammenarbeit, Kampf, Terrorismus, China