15:32 12 August 2020
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    Der tschechische Sicherheitsinformationsdienst BIS hat in seinem Jahresbericht 2018 unter anderem die Geheimdienste Russlands beschuldigt, auf tschechischem Territorium sehr intensive und aggressive Aktivitäten zu betreiben.

    „Anhand einer Analyse der gewonnenen Informationen zur Tätigkeit aller Geheimdienste, die auf unserem Territorium agieren, wurde bestätigt, dass die Geheimdienste der Russischen Föderation und der VR China besonders intensive und zugleich höchst aggressive Aktivitäten betreiben“, heißt es in dem Dokument.

    In Kooperation mit einer Partnerbehörde habe der BIS Informationen über die Tätigkeit des russischen Geheimdienstes FSB erhalten, heißt es. Demnach habe der FSB auf tschechischem Territorium heimlich die Infrastruktur ICT gebildet, die Teil eines größeren Systems gewesen sei und für geheime Cyber- und Informationsoperationen des FSB im lokalen und im globalen Maßstab eingesetzt werden konnte. 

    "Bedrohung aus Russland"

    Der tschechische Außenminister Tomáš Petříček betonte im November 2018, die Berichte des tschechischen Inlandsnachrichtendienstes über Russland müssten „sehr ernst genommen werden“. Er nannte Russland eine „Bedrohung“ für die Europäische Union. Moskau stelle „ein reales Risiko“ dar, weil es „Falschinformationen und verschiedene hybride Bedrohungen verbreitet“, sagte Petříček. Er führte hierfür keine Argumente an, die seine Äußerung bestätigen könnten.

    ls/ip

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    Tags:
    FSB, Nachrichtendienst, China, Russland, Tschechien