00:41 27 Januar 2020
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    Dutzende Polizeibeamte sind bei Zusammenstößen mit Demonstrierenden vor dem iranischen Konsulat in der südirakischen Stadt Nadschaf verletzt worden. Dies berichtete der TV-Sender Al-Arabiya unter Verweis auf den Gouverneur der gleichnamigen Provinz, Luai al-Yasiri.

    Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Shafaq berichtet, das die Demonstrierenden das Gebäude des iranischen Konsulats am Mittwochabend in Brand gesetzt hatten. In der Provinz gilt nun Ausgangsverbot.

    „47 Polizisten von Nadschaf wurden bei den Ereignissen vor dem iranischen Konsulat verletzt“, sagte er.

    Laut dem Gouverneur war der Polizei angeordnet worden, keine Scharfmunition zur Zerstreuung der Menschenmenge einzusetzen.

    Laut einer Quelle von Sputnik in den irakischen Sicherheitskreisen wurden mehr als 80 Protestierende bei den Zusammenstößen mit irakischen Sicherheitskräften verletzt.

    Das irakische Außenministerium verurteilte den Angriff auf das iranische Konsulat scharf. Die Attacke ziele darauf ab, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu beeinträchtigen.

    Teheran erwartet „eine lückenlose Aufklärung”

    Der Iran hat den Angriff auf sein Konsulat in Nadschaf scharf verurteilt. „Von der irakischen Regierung erwarten wir eine lückenlose Aufklärung und ein konsequentes Vorgehen gegen die Täter“, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Donnerstag. Der Protest des Irans sei über den irakischen Botschafter in Teheran an die Führung in Bagdad weitergeleitet worden, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna.

    Die Anti-Regierungs-Proteste im Irak dauern seit Anfang Oktober an. Die Protestierenden fordern Korruptions- und Arbeitslosigkeitsbekämpfung sowie bessere Lebensbedingungen.

    Medienberichten zufolge wurden bislang mehr als 300 Menschen bei den regierungskritischen Aktionen getötet. Weitere 15.000 Menschen seien verletzt worden.

    asch/ae/sna/dpa

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    Polizisten, Polizei, Verletzte, Brand, Konsulat, Proteste, Iran, Irak