21:12 23 Januar 2020
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    Der Westen und vor allem Europa erleben nach Ansicht des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy einen „Verfall“. Asien hingegen sei zu einer neuen Achse der Welt geworden.

    „Jahrhundertelang verlief die Weltachse durch den Westen, heute hat sie sich nach Osten verlagert“, sagte Sarkozy, der 2007 bis 2012 französischer Staatspräsident war, bei einer Debatte zur Zukunft Europas an der Universität Francisco de Vitoria in Madrid.

    „Von den sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben vier Milliarden in Asien. Wir sind nicht mehr die Achse der Welt“, so der Politiker.

    Es seien veraltete Ideen, die die Europäische Union in eine Krise gestürzt hätten. Eine Folge davon sei der Brexit, den er selbst als „Wahnsinn, Drama und historischen Widersprich“ ansehe, sagte Sarkozy.

    Er glaube nicht, dass ein aus 27 Nationen bestehendes Europa einheitlich sein könne, sondern sähe vielmehr „vier Europas: „Schengen, Euro, Verteidigung und Union“.

    „Europa sollte damit aufhören, in der sich verändernden Welt unbeweglich zu sein. Die Bürger müssen wissen, wo sie hinsteuern. Wir brauchen einen Traum“, führte Sarkozy aus. Die alte europäische Zivilisation habe noch Träume und Ambitionen. „Sie will nicht sterben.“

    Auch über Donald Trump zog der französische Ex-Präsident her. „Dass die führende Wirtschafts- und Militärmacht der Welt Trump zu ihrem Präsidenten gewählt hat, verrät viel über die amerikanische Gesellschaft“, sagte Sarkozy. „Trump ist nicht die Ursache des Verfalls des Westens, aber das Symptom.“

    leo/ae

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    Tags:
    Madrid, Asien, Verfall, Krise, Nicolas Sarkozy, Frankreich, EU