01:10 03 Dezember 2020
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    Am Montag werden Präsident Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping feierlich die bisher teuerste Gasleitung Russlands einweihen. Die „Kraft Sibiriens“ soll 3000 Kilometer lang sein, kostet rund 50 Milliarden Euro und liefert die Hälfte des Jahresbedarfs Deutschlands.

    Russland will Anfang Dezember seine bisher teuerste Gasleitung in Betrieb nahmen - zur Versorgung Chinas. Präsident Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sollen das Megaprojekt Sila Sibirii (Kraft Sibiriens) am 2. Dezember per Videobrücke in Betrieb nehmen, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax mitteilte.

    Putin hatte die Sila Sibirii 2014 als das "größte Bauprojekt der Welt" bezeichnet. Der russische Staatskonzern Gazprom hatte die Kosten für die längste Gasleitung im Osten Russlands mit 55 Milliarden US-Dollar (rund 50 Milliarden Euro) veranschlagt – rund fünfmal so viel wie die umstrittene neue Ostseepipeline Nord Stream 2. Diese soll 9,5 Milliarden Euro kosten und bis Ende des Jahres fertig sein.

    Neben diesen beiden Leitungen rüstet sich Russland auch für den Start der Pipeline Turkish Stream, die Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Januar gemeinsam in Betrieb nehmen. Geplant sei eine Reise Putins in die Türkei innerhalb der ersten zehn Tage des neuen Jahres, sagte Peskow.

    Die Sila Sibirii vom sibirischen Teil Russlands nach China ist das mit Abstand größte Projekt. Beide Länder hatten nach langem Ringen um Preise einen Gasliefervertrag für 30 Jahre geschlossen mit einem Volumen von 400 Milliarden US-Dollar (363 Milliarden Euro). Jährlich sollen demnach durch die Leitung 38 Milliarden Kubikmeter Gas nach China transportiert werden. Das entspricht in etwa der Hälfte des gesamten jährlichen Gasbedarfs Deutschlands.

    In Betrieb genommen wird zunächst ein Teilstück der Gasleitung nach China mit einer Länge von 2157 Kilometern. Die Gesamtlänge soll am Ende bei 3000 Kilometern liegen. Russland setzt vor allem auf den wachsenden Energiehunger China, das derzeit im Jahr etwa 240 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht. Europa bleibt aber für Gazprom der wichtigste Exportmarkt – mit 201,7 Milliarden Kubikmetern im vergangenen Jahr.

    as

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    Russland, Kraft Sibiriens, Sibirien, Nord Stream 2 AG, Nord Stream 2, China, Xi Jinping, Gazprom