22:36 15 Dezember 2019
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    Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan

    „Das wird nicht helfen“: Simonjan zu Kündigung von Mietvertrag mit Sputnik in Estland

    © Sputnik / Vladimir Trefilov
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    Die Kündigung des Mietvertrages mit dem Redaktionsbüro von Sputnik Eesti in Tallinn wird die Tätigkeit des russischen Mediums nicht vereiteln können.

    Diese Auffassung äußerte die RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan am Freitag.

    Zuvor hatte der Vermieter des Gebäudes in der estnischen Stadt Tallinn, in dem die Redaktion von Sputnik Estland ihren Sitz hat, über die einseitige Kündigung des Mietvertrages informiert.

    „Das wird nicht helfen. Wir werden von Zuhause aus arbeiten. (...) Leute, versucht es mal mit dem DDT“, schrieb Simonjan sarkastisch in einer Mitteilung im Nachrichtendienst Telegram.

    RT-Logo (links)
    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Außerdem verwies sie auf die Methoden, mit denen die estnischen Behörden versucht hatten, die Tätigkeit des russischen Mediums zu unterbinden. Zuerst habe der einheimische Inlandsgeheimdienst die Mitarbeiter von Sputnik zu „langen Gesprächen“ vorgeladen und Druck auf diese ausgeübt: Die Sicherheitsbeamten hätten Sputnik-Mitarbeiter „an deren Familien erinnert und (gefragt:) ‚Wozu brauchst du das?‘“, so Simonjan.

    Später sei es den estnischen Banken verboten worden, mit Sputnik zusammenzuarbeiten, damit die russische Nachrichtenagentur keine Löhne an ihre Mitarbeiter überweisen könne.

    „Das hat nicht geholfen. Wir haben doch einen Weg gefunden“, schrieb Simonjan.

    Estnische Banken blockieren Gehaltszahlungen für Sputnik-Mitarbeiter

    Ende Oktober 2019 seien die von „Rossiya Segodnya“ getätigten Finanzüberweisungen, mit denen das Unternehmen Gehälter sowie Steuern und die Miete für das Redaktionsbüro zahlen wollte, durch estnische Filialen internationaler Bankengruppen eingefroren worden, teilte der Pressedienst des Medienunternehmens am Donnerstag mit.

    Andere estnische Bankfilialen, an die sich das Unternehmen gewandt habe, hätten sich geweigert, die Überweisungen zu übernehmen. Dabei habe es mit den Banken in den vier Jahren, in denen Sputnik in Estland präsent sei, diesbezüglich niemals Probleme gegeben.

    Estland ist der einzige Staat im baltischen Raum, in dem sich ein Redaktionsbüro der Nachrichtenagentur Sputnik sowie des gleichnamigen Rundfunksenders befindet. Das Redaktionsteam besteht aus 35 Mitarbeitern, darunter 33 Staatsbürger von Estland, die einen Arbeitsvertrag mit „Rossiya Segodnya“ abgeschlossen haben. Das Unternehmen zahlt Estland monatlich Steuern im Gesamtwert von 30.000 Euro.

    asch/ae/sna

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