19:36 01 Dezember 2020
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    Im Vorfeld des AfD-Parteitags hat die ehemalige Vorsitzende Frauke Petry die Partei stark kritisiert und sie als führungslos bezeichnet.

    „Ich bin traurig darüber, was aus der Partei geworden ist“, sagte Petry in der Sendung „Frühstart“ der RTL/n-tv-Redaktion. Immer wieder schäme sie sich für Aussagen von AfD-Vertretern.

    „Die AfD ist führungslos“, so die frühere AfD-Chefin weiter.  Für die Partei spiele es somit keine große Rolle, dass der bisherige AfD-Vorsitzende Alexander Gauland auf dem kommenden Parteitag nicht erneut kandidieren wolle.

    Björn Höcke und andere Radikale hätten längst das Ruder übernommen, so Petry. „Sie brauchen einen schwachen Vorsitzenden, damit jeder weiterhin machen kann, was er möchte.“ Eine starke und kompetente Führung würde dabei nur stören.

    Gauland will alle dabei haben

    Dass die AfD mittlerweile „in der Hand radikaler Flügelanhänger“ sei, schreibt Petry Gauland zu. „Er war die Person, die alle Bewegungen vom rechts-konservativen bis zum rechtsextremen Spektrum einsammeln wollte.“

    Das habe er dann auch konsequent getan. „Diese Netzwerke sind wichtig für den Erhalt der Partei“, sagte Petry.

    Keine Chance

    Petry sieht keine Chance mehr, dass aus der AfD noch das werden könne, was sie und ihre Anhänger mit ihr vorhatten - eine rechtsdemokratische Partei „klar rechts von der CDU“. Allerdings glaube sie auch nicht, dass sich die Wahlergebnisse verbessern werden. Dennoch werde die AfD auch künftig als "Ohrfeige des Wählers" Bestand haben, so Petry.

    sm/gs

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    Tags:
    Partei, AfD, Frauke Petry