20:40 14 Dezember 2019
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (L) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (R)

    Nach Erdogans Ausfälligkeit: Paris bestellt türkischen Botschafter ein

    © AFP 2019 / LUDOVIC MARIN
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    Nach einem verbalen Angriff des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat das französische Außenministerium den türkischen Botschafter zu einem Gespräch einbestellt.

    Im Elysee-Palast wurden die Äußerungen Erdogans als Beleidigung bezeichnet.

    Vorher am Freitag hatte der türkische Staatschef gesagt, dass nach Macrons Worten über den Hirntod der Nato, dieser zunächst sein eigenes Hirn überprüfen solle, weil derartige Aussagen nur für diejenigen geeignet seien, deren Hirn tot sei.

    „Hirntod der Nato“

    Einige Wochen vor dem jüngsten Nato-Gipfel hatte Emmanuel Macron die Nato-Allianz heftig kritisiert und deren „Hirntod“ bescheinigt. Im Interview mit der britischen Zeitung „The Economist“ am 7. November sagte er, dass einer der Kritikpunkte fehlende Absprachen seien.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte daraufhin die Aussagen des französischen Präsidenten. Sie warf Macron „drastische Worte“ und einen unnötigen „Rundumschlag“ vor. Der polnische Premier, Mateusz Morawiecki, stufte in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“ Macrons Bedenken, ob die Nato-Mitglieder mit gegenseitigem Schutz rechnen könnten, als gefährlich ein.

    Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte als Antwort auf die scharfe Nato-Kritik des französischen Staatschefs  die Bildung einer Expertenkommission vorgeschlagen, die Reformvorschläge erarbeiten solle. Die Nato müsse konzeptionell und politisch weiterentwickelt werden, sagte Maas. Seinen Vorschlag präsentierte Maas am 20. November bei einem Nato-Treffen in Brüssel.

    sm/gs

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    Tags:
    NATO, Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron