22:57 15 Dezember 2019
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    Irakischer Soldat (Symbolbild)

    Drei Bombenexplosionen im Irak – 16 Verletzte

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    Politik
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    Im nordirakischen Kirkuk hat es am Samstag drei Bombenexplosionen gegeben. Dabei sind nach jetzigem Stand 16 Personen verletzt worden. Die Explosionen sollen in verschiedenen Stadtbezirken erfolgt sein, berichtet Al Jazeera.

    Die Explosionen erfolgten in drei Bezirken der Stadt Kirkuk. Zunächst hatten irakische Sicherheitsquellen von elf Verletzten berichtet, mittlerweile sollen es 16 sein. Unter den Verletzten soll es auch Soldaten geben.

    Anti-Regierungs-Proteste im Irak
    © REUTERS / ABDULLAH DHIAA AL-DEEN

    Am Samstag fanden im Irak unter anderem vielerorts Proteste statt. In Bagdad und im Südirak demonstrierten die Menschen gegen die Regierung. Hunderte Menschen versammelten sich in der Innenstadt von Nassirija. Unter anderem haben dort Protestler auf drei Brücken über den Euphrat Reifen angezündet und eine Polizeiwache umstellt.

    Auch in Diwanija gingen Tausende Menschen auf die Straße und forderten den „Sturz des Regimes“. In der Stadt Kerbela bewarfen junge Demonstranten die Sicherheitskräfte in der Nacht zum Samstag mit Brandbomben.

    In Nadschaf sei die Lage am Samstag relativ ruhig gewesen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Am Donnerstag hatten Demonstranten das iranische Konsulat in Nadschaf in Brand gesetzt. Laut Sputnik wurden bei den Zusammenstößen mehr als 80 Protestierende und 47 Polizisten verletzt.

    Angesichts der nicht abebbenden Proteste hat Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi am Freitag seinen Rücktritt angekündigt. Damit wolle er verhindern, dass das Land in weiterer Gewalt und Chaos versinke.

    Anti-Regierungs-Proteste im Irak

    Die Anti-Regierungs-Proteste im Irak dauern seit Anfang Oktober an. Gefordert werden Korruptions- und Arbeitslosigkeitsbekämpfung sowie bessere Lebensbedingungen. Medienberichten zufolge wurden bislang bei den Protesten mehr als 400 Menschen getötet. Weitere 15.000 Menschen seien verletzt worden. Es ist die größte Protestbewegung seit dem Sturz von Machthaber Saddam Hussein im Jahr 2003.

    Zuletzt hatte es allein am Donnerstag mehr als 40 Tote gegeben. Trotz Reformversprechen gelang es Mahdi nicht, die Lage zu beruhigen.

    mka/ae

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    Tags:
    Proteste, Explosion, Irak