06:28 07 Juni 2020
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    Etliche AfD-Delegierte haben vor wenigen Minuten aus Protest und unter „Pfui” und „Buh”-Rufen die Volkswagenhalle in Braunschweig beim aktuellen AfD-Bundesparteitag geschlossen verlassen. Der Grund: Der hoch umstrittene AfD-Politiker Wolfgang Gedeon will als neuer Partei-Chef kandidieren.

    Ihm wird vorgeworfen, ein Antisemit und Holocaust-Leugner zu sein.

    In der Volkswagenhalle in Braunschweig, wo derzeit der AfD-Parteitag tagt, ist es am Samstagnachmittag zu einem Eklat gekommen. Der umstrittene AfD-Politiker Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg will zum AfD-Bundessprecher gewählt werden. Kurz nachdem er zu seiner Vorstellung das Podium betreten hatte, verließen geschlossene mehrere Dutzende – vielleicht sogar hunderte – AfD-Politiker und Politikerinnen den Saal. Damit brachten sie ihren Protest gegen Gedeon zum Ausdruck, dem antisemitische und judenfeindliche Äußerungen sowie die Leugnung des Holocausts vorgeworfen werden.

    In seiner Rede warf Gedeon Meuthen „linke Positionen” vor.

    Als die Gedeon-Gegner der Partei die Halle verließen, riefen einige „Buh” und „Pfui” direkt in die Richtung des süddeutschen AfD-Politikers, gegen den erst jüngst ein Parteiausschlussverfahren lief. 

    Ein AfD-Politiker sagte zu Gedeon: „Was treibt Sie an, das Gesicht der AfD werden zu wollen? Schämen Sie sich!” Ein anderer AfDler forderte Gedeon auf, „die Partei zu verlassen.”

     

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