18:00 10 Dezember 2019
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    Großbritanniens Premierminister Boris Johnson in London (Archiv)

    Johnson gegen Strafe auf Bewährung für Terroristen

    © AP Photo / Kirsty Wigglesworth
    Politik
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    Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich für härtere Strafen für Terroristen ausgesprochen: Diese sollten laut Johnson die ganze Gefängnisstrafe absitzen und nicht auf Bewährung freikommen.

    „Ich glaube, dass die Praxis einer automatischen frühen Entlassung, wo die Haftstrafe halbiert wird und wirklich gefährliche gewalttätige Verbrecher freigelassen werden, einfach nicht funktioniert“, sagte Johnson am Samstag.

    „Wir haben schon sehr gute Beweise dafür, dass es in diesem Fall, fürchte ich, nicht funktioniert.“ Die Strafe für solche Verbrecher dürfe nicht auf Bewährung ausgesetzt werden.

    Terrorangschlag auf London Bridge

    Ein Unbekannter hatte am Freitag nahe der London Bridge auf mehrere Passanten eingestochen. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt, zwei von ihnen kamen ums Leben

    Der Mann wurde anschließend von mutigen Passanten überwältigt und von der Polizei erschossen. Er trug eine Bombenattrappe am Körper. Der Angriff wurde später als Terroranschlag eingestuft.

    Die britische Polizei teilte am Samstag mit, die Identität des Messerstechers sei festgestellt worden. Der Täter habe schon früher in einem britischen Gefängnis gesessen und sei dann später mit einer elektronischen Fußfessel freigelassen worden. Er war 2012 wegen Terrorismus verurteilt und erst 2018 auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden. 

    ta/ae

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    Tags:
    Terror, London, Boris Johnson