22:19 05 Juni 2020
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    Pjöngjang hat dem japanischen Premier Shinzo Abe in Bezug auf dessen Kritik an den jüngsten nordkoreanischen Waffentests vorgeworfen, das getestete Waffensystem falsch eingestuft zu haben. Dies meldete die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA) unter Verweis auf eine Mitteilung des nordkoreanischen Außenministeriums.

    Am Freitag hatte Pjöngjang den erfolgreichen Test eines „supergroßen Mehrfachraketenwerfersystems“ bestätigt, der am Vortag vorgenommen worden war. Dies war bereits der 13. Raketentest seit Jahresbeginn.

    Die Regierung Japans hatte die am Donnerstag von Nordkorea durchgeführten Raketentests verurteilt. Das japanische Verteidigungsministerium vermutete, Pjöngjang könnte ballistische Raketen getestet haben.

    Japans Premier sei „der einzige Idiot der Welt und der dümmste Mann in der Geschichte“, er habe sich mit „gewaltiger Schande“ bedeckt, indem er die Schießübungen eines Mehrfachraketenwerfers als Tests von ballistischen Raketen bezeichnet habe, äußerte ein Sprecher der Abteilung für japanische Angelegenheiten am Samstag.

    Dabei hätten nordkoreanische Medien Fotos von dem Ort veröffentlicht, an dem die Tests durchgeführt wurden. Abe sei nicht einmal in der Lage, auf Fotos Raketenwerfer von einer Rakete zu unterscheiden, beanstandete der Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums. Allerdings könnte der japanische Ministerpräsident „in nicht allzu ferner Zukunft und vor seinen eigenen Augen eine echte ballistische Rakete“ erleben, drohte er.

    Bereits Anfang November hatte Nordkorea Abe als „Dummkopf und Schurken“ beschimpft, nachdem dieser einen weiteren Waffentest von Pjöngjang kritisiert hatte.

    Derzeit liegen die Verhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington über den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms auf Eis.

    asch/sb

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    Tests, Mehrfachraketenwerfer, Mehrfachraketenwerfer, ballistische Rakete, Raketentest, Shinzo Abe, Japan, Nordkorea