15:22 14 Dezember 2019
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    Apple verteidigt Markierung der Krim als russisches Gebiet

    © REUTERS / Mike Segar
    Politik
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    Der Technologie-Konzern Apple hat die Entscheidung verteidigt, die Schwarzmeer-Halbinsel Krim in seinen Karten- und Wetter-Apps als russisches Staatsgebiet anzuzeigen.

    Wie ein Sprecher des Konzerns am Wochenende erklärte, wolle man sicherstellen, dass Kunden überall auf der Welt die Karten und andere Apple-Dienste nutzen könnten.

    Zugleich verwies Apple darauf, dass die veränderte Darstellung nur bei Betrachtung von Russland aus gelte, wo dies gesetzlich verlangt werde.

    „Wir prüfen genauer, wie wir mit umstrittenen Grenzverläufen in unseren Diensten umgehen, und könnten als Folge in der Zukunft Änderungen vornehmen“, betonte der Sprecher.

    Das Unternehmen steckt in der Klemme, weil die USA neben der EU gegen Russland wegen des Beitritts der Halbinsel Krim zu Russland, was im Westen als Annexion betrachtet wird, Sanktionen verhängt haben. Unternehmen, die Russland in der Krim-Frage entgegenkommen, werden oft mit Sanktionen bestraft.

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass Apple sich entschlossen habe, der russischen Verfassung zu entsprechen. Es zeige nun russischen Nutzern die Halbinsel Krim in der Wetter- und Karten-App als Teil Russlands an.

    Medienberichten zufolge wird das Kartenmaterial, das die Krim Russland zuordnet, allerdings nur angezeigt, wenn Maps und Wetter von russischem Territorium aus abgerufen werden.

    Korrektur der Krim-Zugehörigkeit auf Apple-Landkarten

    Bisher hatte Apple in seinen Karten- und Wetter-Apps die Staatszugehörigkeit der Krim nicht angezeigt.

    Laut Medienberichten gingen der Änderung mehrmonatige Verhandlungen zwischen Apple und dem russischen Parlament voraus. Bereits im April hatten das russische Unterhaus und Apple-Vertreter vereinbart, die Fehler in der Darstellung der Krim-Zugehörigkeit auf den Landkarten zu beseitigen.

    In dieser Woche teilte der Chef des Ausschusses für Sicherheit und Korruptionsbekämpfung in der Staatsduma (Russlands Unterhaus), Wassili Piskarjow, mit, dass Apple den Fehler beseitigt habe und die Krim jetzt als russisches Staatsgebiet dargestellt werde.  

    Krim als Teil Russlands

    Die Wiedervereinigung der Krim mit Russland erfolgte nach einem Referendum im März 2014. Bei dem Volksentscheid hatten 96,77 Prozent der Bürger der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt.

    Die Ukraine betrachtet die Krim indessen weiterhin als „zeitweilig okkupiertes Territorium“. Den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge „ist die Frage der Krim endgültig abgeschlossen“.

    ns/ae/dpa/sna

     

     

                                

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    Wladimir Putin, Wassili Piskarjow, Staatsduma, Apple, Ukraine, Krim, Russland