14:05 14 Dezember 2019
SNA Radio
    US-Präsident Donald Trump und sein Kollege aus China Xi Jinping (Archivbild)

    Darum sind Handelsverhandlungen zwischen USA und China ins Stocken geraten – Medien

    © AP Photo / Alex Brandon
    Politik
    Zum Kurzlink
    3418
    Abonnieren

    Die Handelsgespräche zwischen den USA und China sind wegen der von US-Präsident Trump unterzeichneten Gesetze zum Schutz der Menschenrechte und der Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ins Stocken geraten. Dies meldet das US-Portal „Axios“ unter Verweis auf eine Quelle aus dem Umkreis des US-Verhandlungsteams am Montag.

    „Eine Quelle aus dem Umkreis von Trumps Verhandlungsteam teilte mir mit, dass der China-Deal ˏwegen der Hongkong-Gesetze ins Stocken geratenˊ sei und dass Zeit benötigt werde, ˏdamit sich Xis (des chinesischen Staatschefs Jinping – Anm. d. Red.) Innenpolitik beruhigtˊ”, heißt es im Bericht. 

    Die „erste Phase“ des Deals mit China werde wahrscheinlich „frühestens zum Jahresende“ erfolgen, so die Quelle weiter.

    Dabei merkten die Quellen aus dem Umkreis des chinesischen Verhandlungsteams an, dass die Entwicklung der ersten Phase des Abkommens „mehrere erhebliche Hindernisse“ aufweise. Diese würden sich unter anderem darauf beziehen, wie sehr Trump bereit sein werde, die zuvor auferlegten Zölle auf chinesische Waren zu senken.

    Trump unterschreibt Hongkong-Gesetze

    Ende November hatte US-Präsident Donald Trump  zwei Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong unterzeichnet. Diese sehen Sanktionen gegen Vertreter Hongkongs und Chinas vor, die gegen die Menschenrechte verstoßen. Zudem legen die Verordnungen jährliche Überprüfungen des Handelssonderstatus fest, den Washington Hongkong gewährt. Ein zweites Gesetz verbietet die Ausfuhr von nicht-tödlicher Munition für die Hongkonger Polizei.

    Die Entwürfe zur „Hongkonger Menschenrechts- und Demokratieverordnung“ sind zuvor nahezu einstimmig vom US-Kongress abgesegnet worden.

    USA und China führen Handelsgespräche

    US-Medien hatten zuvor berichtet, dass die Vereinigten Staaten die Anhebung von Einfuhrzöllen auf chinesische Waren verschieben könnten, die am 15. Dezember in Kraft treten sollte. Die Unterzeichnung des Abkommens selbst könne auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

    Liu He, der Leiter der chinesischen Verhandlungsdelegation, hatte sich seinerseits „vorsichtig optimistisch“ über die Unterzeichnung der ersten Phase des Handelsabkommens geäußert.

    US-Präsident Donald Trump sagte am vergangenen Freitag, dass die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit China gut vorankommen würden und dass er diesen Deal abschließen wolle.

    pd/ip/sna/

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Entschlossene“ Antwort: USA warnen Teheran nach Angriffen
    Neues Russen-Raumschiff zu schwer: „Dicke" Kosmonauten dürfen vorerst nicht zum Mond
    Boeing will nicht um Pentagon-Ausschreibung zur ICBM-Schaffung kämpfen
    Tags:
    Delegation, Donald Trump, Zölle, Verhandlungen, Handel, China, USA