07:12 11 Dezember 2019
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    Russlands Raketensystem S-400 (Archiv)

    Serbien hat Interesse an Kauf von russischen S-400 – Botschafter

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    Serbien ist daran interessiert, Flugabwehrsysteme S-400 aus russischer Produktion zu kaufen. Miroslav Lazanski, der serbische Botschafter in Moskau, hat sich zu dem Thema gegenüber russischen Medien am Montag geäußert.

    „Natürlich würde Serbien gerne das S-400-Luftabwehrsystem erwerben, aber hier stellt sich die Frage, ob wir die Mittel für einen solchen Kauf haben werden, da das S-400-System nicht billig ist. Welches Land möchte nicht über ein so fortschrittliches Flugabwehrsystem wie das S-400 verfügen“, so Lazanski.

    Serbien habe bereits einen Fla-Raketenkomplex Panzir-S bezahlt  und erwarte dessen Lieferung Ende 2019 oder Anfang 2020, fügte der Botschafter hinzu.

    Serbischer Präsident thematisierte die Frage

    Anfang November hatte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić erklärt, das Land habe nicht vor, russische Raketenkomplexe des Typs S-400 zu kaufen, da Belgrad dafür kein Geld habe

    Auch hatte Vučić Ende Oktober bei der russisch-serbischen Luftwaffenübung „Slawischer Schild 2019“ bestätigt, dass Belgrad in Russland einen Fla-Raketenkomplex Panzir-S bestellt hat, und den Wunsch Serbiens thematisiert, ein Fla-Raketensystem S-400 zu bekommen.

    Die serbischen Behörden hatten zuvor sieben Hubschrauber des Typs Mi-17 respektive Mi-35 sowie sechs Jagdflugzeuge MiG-29 und zehn Schützenpanzerwagen BRDM-2MS im Rahmen eines militärtechnischen Hilfsprogramms erhalten.

    S-400

    Das S-400-System gilt als eines der weltweit effektivsten Langstreckenflugabwehrsysteme zur Zerstörung von aerodynamischen und ballistischen Zielen, dessen Erfassungsbereich bis zu 600 Kilometer beträgt. Es kann bis zu 300 Ziele zugleich erfassen und sie in einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern und auf einer Flughöhe von 27 Kilometern bekämpfen.

    pd/ip/

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    Panzir-S-System, Lieferung, Miroslav Lazanski, Aleksandar Vučić, Russland, Serbien, S-400