13:58 16 Dezember 2019
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    Förderungsstation im russischen Fernen Osten, die in die Gasleitung Kraft Sibiriens eingebunden istWladimir Putin nimmt am Start der Gaspipeline Kraft Sibiriens via Videokonferenz teil

    Chinesisch-russisches Projekt „Kraft Sibiriens“ in Betrieb genommen – Fünf Fakten zur Pipeline

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    Die Ferngasleitung „Power of Siberia“ (dt. Kraft Sibiriens) ist nach Angaben der russischen Medien am Montag in Betrieb genommen worden. Die Genehmigung zum Start der Pipeline ist im Rahmen einer Telefonkonferenz von Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping erteilt worden.

    Das Energie-Megaprojekt „Kraft Sibiriens“ zwischen Russland, dem weltgrößten Gasexporteur, und China, dem weltgrößten Gasverbraucher, soll in den nächsten 30 Jahren nicht nur 38 Milliarden Kubikmeter russisches Gas pro Jahr an den asiatischen Industrieriesen liefern, sondern auch die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking stärken.

    Im Mai 2014 unterzeichneten Gazprom und China National Petroleum Corporation (CNPC) einen Kaufvertrag für russische Gaslieferungen über die Ostroute (Gaspipeline Power of Siberia). Der chinesische Vertrag sei die größte Vereinbarung im Portfolio von Gazprom, aber seine Rentabilität sei immer noch äußerst schwierig zu bewerten.

    Kurioses: Fünf Fakten über „Kraft Sibiriens“

    • 2014 bezeichnete Wladimir Putin das Projekt als „das größte Bauprojekt der Welt“ und stellte fest, dass dies sowohl für Russland als auch für China von enormer Bedeutung sei.
    • Den Namen „Kraft Sibiriens“ („Sila Sibiri“ auf Russisch) soll Gazprom in einem öffentlichen Wettbewerb geprägt haben, den Wladimir Putin im Dezember 2012 bekannt gegeben habe.
    • Die Trasse der Gaspipeline verlaufe unter extremen Natur- und Klimaverhältnissen. Die Lufttemperaturen auf dieser Trasse erreichen einen absoluten Niedrigstand von minus 62 Grad Celsius in der Republik Sacha (Jakutien), von der angenommen wird, dass sie einer der kältesten Orte der Erde sei.
    • Zusätzlich zu den Exporten nach China werde „Kraft Sibiriens“ Ressourcen für die kommende Amur-Gas-Aufbereitungsanlage bereitstellen, in der in Kürze das weltweit größte Heliumproduktionsunternehmen ansässig sein werde.
    • Gazprom und China verhandeln derzeit auch über die Lieferung von Gas auf einer Westroute, die den Namen „Power of Siberia-2“ trage und möglicherweise von Westsibirien nach Nowosibirsk und von dort bis an die russisch-chinesische Grenze verlaufen werde. Ein weiteres gemeinsames Projekt würde die Lieferung von Gas über die fernöstliche Route vom Sachalin-Feld aus umfassen.

    aa/mt/sna

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    Tags:
    Fakten, Sibirien, Gaspipeline, China, Russland, Gasprojekt