06:54 11 Dezember 2019
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    Kerzen an der Synagogue in Halle

    Nach Anschlag von Halle: Untersuchungsausschuss nimmt Arbeit auf

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    Knapp acht Wochen nach dem Terroranschlag in Halle hat im Magdeburger Landtag ein Untersuchungsausschuss zu der Tat seine Arbeit aufgenommen. Auf Antrag der AfD-Fraktion soll das Gremium unter anderem den Polizeieinsatz am Tattag beleuchten. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur DPA am Montag.

    Demnach ist das neunköpfige Gremium am Montagvormittag zu einer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Zum Start ging es um Organisatorisches. Erste Zeugen seien noch nicht benannt worden, sagte der Ausschussvorsitzende und Grünen-Innenexperte Sebastian Striegel.

    „Ich werde mir Mühe geben, dass wir die einzelnen Punkte stringent durchgehen“, sagte Striegel.

    So soll es am Rande der Landtagssitzung Mitte Dezember ein kurzes Sondertreffen geben, in dem erste Zeugen benannt und Akten von Behörden und Ministerien angefordert werden sollen. Die erste inhaltliche Sitzung des U-Ausschusses ist laut Striegel für den 27. Januar geplant.

    Synagogenanschlag in Halle

    Am 9. Oktober hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Angreifer scheiterte, erschoss er in der Nähe eine 40-Jährige und einen 20-Jährigen. Auf der Flucht verletzte der Täter ein Paar schwer, bevor er festgenommen wurde. Der 27 Jahre alte Deutsche hat den Anschlag gestanden und rechtsextreme und antisemitische Motive eingeräumt.

    Kritik an der Polizei

    Kurz nach der Tat wurde unter anderem Kritik laut, weil die Polizei trotz des jüdischen Feiertags nicht an der Synagoge postiert war. Auch die Sicherheitsvorkehrungen und Einsatzkonzepte im Land sollen im U-Ausschuss auf den Prüfstand kommen.

    pd/mt/dpa/

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    Tags:
    Ausschuss, Antisemitismus, Motive, Angreifer, Anschlag, Synagoge, Deutschland, Halle