13:38 16 Dezember 2019
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    Iran will von USA 130 Milliarden Dollar Schadenersatz eintreiben

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    Politik
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    Teheran will laut dem iranischen Justizsprecher Gholam Hossein Esmaeili Schadenersatz in Höhe von 130 Milliarden US-Dollar von Washington wegen der Unruhen der vergangenen Wochen im Land einfordern, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.

    Ihm zufolge hat die iranische Justiz mehr als 360 Beschwerden von iranischen Bürgern gegen die US-Regierung bekommen, die direkt durch „US-Aktionen“ Schaden erlitten haben.

    Esmaeili hat auch das Außenministerium aufgefordert, in dieser Frage die eigenen Bürger zu unterstützen, da die Urteile auf internationaler Ebene durchgesetzt werden sollten.

    Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und haben seither scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Teheran in Kraft gesetzt, darunter auch ein Verbot von Ölexporten. Die US-Regierung setzt Sanktionen auch gezielt ein, um das Atom- und Waffenprogramm des Irans zu untergraben.

    Im November war es im Iran zu Protesten gegen die Rationierung und Verteuerung von Benzin gekommen, die mancherorts friedlich verliefen. Berichten zufolge mündeten sie in einigen Städten jedoch in Unruhen. Präsident Hassan Rohani warf den USA und Israel vor, die Unruhen organisiert zu haben, die darauf abzielen sollten, die Sicherheit des Iran zu unterminieren.

    Hunderte Verletzte und zeitweise abgeschaltetes Internet

    Laut Amnesty International landesweiten Protesten mindestens 115 Menschen getötet worden. Die Führung des Irans hat bisher keine Angaben bezüglich der Zahl von Toten und Verletzten gemacht.

    In weiten Teilen des Landes war als Folge auch das Internet abgeschaltet worden. Der iranische Präsident gab am 27. November bekannt, dass die Einschränkungen vielerorts aufgehoben worden seien und die Wiederherstellungsarbeiten fortgesetzt würden.

    aa/mt

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    Tags:
    Beschwerde, Unruhen, Schadenersatz, USA, Iran