01:10 05 Dezember 2020
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    Die USA unterhalten Kontakte zu Russland in nuklearen Fragen und wollen auch China mit ins Boot holen. Das sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in Washington in einer Stellungnahme zur jüngsten Initiative von Russlands Präsident Wladimir Putin, ein Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa zu verhängen.

    „Wir diskutieren mit Russland über mehrere Dinge in Bezug auf die Beschränkung atomarer Waffen. Ich denke, das sei wohl das größte Problem für die ganze Welt, das größer ist, als jedes andere Problem. Und wir arbeiten beharrlich daran. Er (Präsident Putin) will, dass sich etwas tut. Ich will es ebenfalls und China auch“, sagte Trump.

    Putin hatte vorgeschlagen, die Stationierung von Raketen kurzer und mittlerer Reichweite in Europa und anderen Regionen per Moratorium zu verbieten, und die wichtigsten Länder Europas und Asiens sowie diverse internationale Organisationen davon in Kenntnis gesetzt. Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow teilte später mit, dass die Reaktion der NATO auf diesen Vorschlag enttäuschend war: „Der Vorschlag hinsichtlich eines Moratoriums ist nicht vertrauenswürdig, weil dabei die Realität vor Ort ignoriert wird“, argumentierte die Allianz.

    USA kippen INF-Vertrag

    Zuvor waren die USA aus dem INF-Vertrag über das Verbot bodengestützter Kurz- und Mittelstreckenraketen einseitig ausgestiegen, hatten aber zugleich vorgeschlagen, einen neuen Vertrag über die Begrenzung strategischer Rüstungen auszuarbeiten. Dabei geht die US-Administration davon aus, dass in diesen Vertrag neben den USA und Russland auch China einsteigen müsste.

    am/mt

     

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    Besorgnis, Problem, Atomwaffen, Donald Trump, USA