04:38 26 November 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat die Entwicklung und Tests von Atomwaffen ein globales internationales Problem genannt, und diesbezüglich werden Verhandlungen mit Russland geführt. Dies teilte er gegenüber Journalisten am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in London mit.

    „Wir haben mit Russland bezüglich vieler Dinge gesprochen, darunter auch hinsichtlich der vorübergehenden Einstellung von Kernwaffentests und der Entwicklung von Atomwaffen. Dies ist meiner Ansicht nach das größte Problem, dem die Welt zum gegenwärtigen Zeitpunkt gegenüber steht. Ich denke, dies ist wichtiger als jedes andere Problem in der Welt heute“, so beantwortete der US-Präsident die Frage von Journalisten zur Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin hinsichtlich der Einführung eines Moratoriums für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa.

    Nach Ansicht des US-Staatschefs will Putin ein Ergebnis bei der Lösung des Problems der Kontrolle über Kernwaffen erzielen. Dasselbe will nach Trumps Meinung auch China.

    Russlands Vorschlag

    Am 28. November hatte der französische Präsident Emmanuel Macron versichert, dass er den Vorschlag Russlands über ein Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen nicht angenommen habe.

    Im Oktober hatte auch die US-Administration den Vorschlag für ein Moratorium erhalten. Die Diskussion zu diesem Problem steht laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ständig auf der Tagesordnung.

    Putin hatte noch im September den Vorschlag angekündigt, die Verbreitung und Stationierung von Raketen in Europa „einzufrieren“, und diese Message an die Hauptstädte verschiedener Staaten gerichtet, darunter an die Nato-Länder.

    Zuvor im August waren die USA aus dem INF-Vertrag ausgestiegen.

    INF-Vertrag

    Der INF-Vertrag wurde zwischen der UdSSR und den Vereinigten Staaten im Jahr 1987 abgeschlossen und verbot den beiden Ländern, ballistische und Flügelraketen kurzer und mittlerer Reichweite herzustellen und zu verbreiten. Am 2. Februar 2019 initiierte Washington die Prozedur des Austritts aus dem Vertrag, wobei es Moskau die Nichterfüllung der Punkte des Dokuments wegen der russischen Rakete 9M729 vorgeworfen hatte. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Äußerungen über die Verletzung des Abkommens widerlegt.

    ek/mt 

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    Tags:
    Ausstieg, Moratorium, Mittelstreckenraketen, Russland, Kooperation, INF-Vertrag