18:50 18 Januar 2020
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    Die Strafrahmen für Kindesmissbrauch sollen laut dem NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erhöht werden, berichtet dpa am Donnerstag. Die Vorstrafen sollen zudem nicht zu schnell gelöscht werden.

    Diese beiden Forderungen habe Reul bei der Innenministerkonferenz (IMK) eingebracht, die am Mittwoch in Lübeck gestartet war. Konkret werde gefordert, dass die Strafen für den sexuellen Missbrauch von Kindern und für Straftaten im Bereich der Kinderpornografie teilweise verdoppelt werden. So soll Kindesmissbrauch in jedem Fall als Verbrechen – nicht nur als Vergehen – eingestuft werden, was mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Haft einherginge.

    Für Straftaten in der Kinderpornografie soll die Haft künftig von drei Jahren auf fünf Jahre angehoben werden. Bei schwerem sexuellem Missbrauch solle die Höchststrafe von fünf auf zehn Jahre steigen.

    „Wir brauchen in diesem Bereich dringend höhere Strafen. Die Täter müssen wissen, dass es, wenn sie erwischt werden, richtig weh tut“, sagte Reul. Das Bundesjustizministerium stehe hier „auf der Bremse“, so der Minister.

    Die Tilgungsfristen für das Bundeszentralregister und Fristen für die Nichtaufnahme in polizeiliche Führungszeugnisse für Straftäter aus dem Bereich Kindesmissbrauch und Kinderpornografie sollen dem Minister zufolge ebenfalls deutlich verlängert werden. Auf diese Weise wolle man verhindern, dass Verurteilte in Zukunft noch Berufe in der Nähe von Kindern ausüben könnten.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Strafen, Kindermissbrauch, Kinderpornografie, Herbert Reul, NRW