06:38 22 Januar 2020
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    Nach einer fünfjährigen Pause will Südkorea wieder Spenden für ein Hilfsprojekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Mütter und Kinder in Nordkorea zahlen.

    Wie die südkoreanische Agentur Yonhap am Freitag unter Verweis auf das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte, wolle Seoul fünf Millionen US-Dollar (zirka 4,5 Millionen Euro) für diesen Zweck zur Verfügung stellen. 

    „Die Regierung Südkoreas hat beschlossen, Mittel bereitzustellen. Dabei stützt sie sich auf die Überzeugung,  dass das Projekt dazu beitragen wird, die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen und ihren Müttern zu senken“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Meldung des Ministeriums.

    Im Rahmen des Projekts würde medizinisches Personal in Krankenhäusern in den Bereichen Geburtshilfe und Pädiatrie ausgebildet. Vorgesehen sei auch die Bereitstellung von medizinischen Ausrüstungen.

    Südkoreas Hilfe im Rahmen des WHO-Hilfsprojekts

    Bis 2014 hatte Südkorea regelmäßig Mittel an Nordkorea im WHO-Rahmen bereitgestellt. Wegen der Abkühlung der Beziehungen zu Pjöngjang setzte Seoul die Hilfe aus.  

    Im Juni hatte Seoul Pjöngjang humanitäre Hilfe von acht Millionen US-Dollar (zirka 7,2 Millionen Euro) im Uno-Rahmen zur Verfügung gestellt. 

    Die Hilfe zielte auf die Unterstützung von Programmen zur Ernährung von Kindern und Schwangeren in Nordkorea ab, wo Millionen Menschen unter Nahrungsmittelmangel leiden. Dies sei auf Naturkatastrophen und internationale Sanktionen zurückzuführen.   

    Sterblichkeit bei Neugeborenen in Nordkorea

    Nach UNICEF-Angaben betrug die Zahl der Sterbefälle bei Kindern unter einem Jahr in Nordkorea im Jahr 2017 neun je 1000 Lebendgeburten, wobei 44 Prozent von ihnen binnen einer Woche nach der Geburt sterben. 

    ns/ae

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    Tags:
    Uno, Yonhap, Kinder, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Sterblichkeit, Nordkorea, Südkorea