21:59 21 Januar 2020
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    Das Streben der Türkei nach russischen S-400-Systemen – Ein Überblick (24)
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    Die Türkei braucht laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu noch mehr Flugabwehrsysteme und wird deren Kauf auch außerhalb der Nato in Betracht ziehen, da sie die Waffensysteme bei ihren Verbündeten nicht beschaffen kann.

    „Nur aus technischen Gründen muss ich Flugabwehrsysteme von jemand anderem kaufen, da ich sie nicht von meinen (Nato-)Verbündeten bekommen kann. Und ich werde in der Zukunft noch mehr brauchen. Wenn ich die Flugabwehrsysteme Patriot nicht bekommen kann, dann können es Systeme S-400 oder auch andere sein“, sagte Cavusoglu in seiner Rede bei dem Forum „Mediterranean Dialogues“ in Rom.

    „(US-)Präsident Trump ist sich darüber ganz gut im Klaren, im Unterschied vom Pentagon und seiner Administration. Aber wir sind uns darüber einig, auch weiter daran zu arbeiten“, äußerte er.

    Sein Land sei zwar ein Nato-Mitglied, gleichzeitig aber auch ein Nachbar Russlands, hob er hervor. „Wir kaufen Erdgas von Ihnen, und unser Handelsumsatz steigt“.

    Anakra sei mit Russland zwar bei Themen wie die Krim, die Lage in Georgien „und selbst bei einigen Fragen in Syrien“ nicht einverstanden. Dennoch gebe es auch einen Spielraum für die russisch-türkische Zusammenarbeit: „Ich muss mit Russland zusammenarbeiten, und diese Zusammenarbeit in Astana und Sotschi wächst“, sagte er. „Und das Genfer Format lebt noch dank den Ergebnissen der Verhandlungen in Sotschi und in Astana“, so Cavusoglu weiter.

    S-400-Lieferungen an Ankara

    Die Lieferungen der russischen Flugabwehrsysteme S-400, die vor zwei Jahren vereinbart worden waren, belasten die Beziehungen Ankaras mit Washington schwer. Derzeit sind die Lieferungen abgeschlossen.

    Im August hatten die Vereinigten Staaten ihr Angebot über die Lieferungen der US-Flugabwehrraketensysteme „Patriot“ an die Türkei offiziell zurückgezogen. Zuvor hatten die USA gefordert, den Deal mit Moskau aufzugeben und im Gegenzug Patriot-Systeme zu übernehmen.

    Zudem schloss Washington Ankara aus dem F-35-Programm aus.

    Bereits vor zwei Jahren hatten Moskau und Ankara einen Vertrag zur Lieferung von Flugabwehrsystemen S-400 geschlossen. Laut Erdogan sollen die angeschafften Systeme ab April 2020 komplett einsatzbereit sein.

    asch/ae/sna

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